Chronik

Temperaturrekord: 22 Grad in Salzburg - dann wieder winterlich

So warm wie am Donnerstag war es in Salzburg im Februar in der Messgeschichte noch nie. Am Freitag kommt der Umschwung im Land.

Salzburger nutzten das Frühlingswetter am Donnerstag. SN/Robert Ratzer
Salzburger nutzten das Frühlingswetter am Donnerstag.

21,9 Grad wurden am Donnerstag in Salzburg-Freisaal gemessen. "Das ist ein neuer Februarrekord. So warm war es in Salzburg in der Messgeschichte noch nie", erklärte Alexander Ohms von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Der bisherige Rekord war schon 27 Jahre alt: 21,7 Grad wurden im Februar 1990 gemessen. Im Vorjahr lag der Februar-Höchstwert bei 21,2 Grad.

Nur in der Stadt Salzburg wurde am Donnerstag die 20-Grad-Marke geknackt. Am Flughafen wurden 21,2 Grad gemessen. Warm war es auch in Mattsee (18,5 Grad) und Golling (17,5 Grad). "Aber selbst im Lungau wurden sehr frühlingshafte Temperaturen gemessen", erklärt Ohms. 16,6 Grad waren es zum Beispiel in Tamsweg. Die Temperaturunterschiede waren aber insgesamt recht groß. In Maria Alm oder Großarl lagen sie nur rund um 8 Grad.

Am Freitag kommt der Winter kurz vorbei

Während viele Salzburgerinnen und Salzburger am Donnerstag die höchst frühlingshaften Temperaturen genossen, winkt ZAMG-Meteorologe Michael Butschek aber ab: "Der Frühling setzt sich nicht endgültig durch. Doch die Rückkehr des Winters ist ein kurzer Spuk", sagt er. Am Freitag kommt von Westen, aus Frankreich und Deutschland, eine Kaltfront nach Österreich. Wie sie sich auf Salzburg auswirkt? "Sie sorgt für einen Temperatursturz mit bis zu zehn Grad weniger als noch am Donnerstag", sagt der Meteorologe.

Nach einem verregneten, zum Teil stürmischen Freitag beruhigt sich die Wetterlage am Wochenende wieder. Laut Prognose der ZAMG kann man dann zu Wochenbeginn auch Temperaturen bis 15 Grad Celsius erwarten, doch schon am Dienstag setzen wieder Niederschläge ein.

Wie das Wetter österreichweit aussieht

Die meisten sonnige Abschnitte gibt es am Freitag in den nördlichen Landesteilen. Sonst ziehen oft dichte Wolkenfelder vorüber und die Sonne kann nur von Zeit zu Zeit etwas herauskommen. Außerdem muss vom Begrenzer Wald bis ins westliche Niederösterreich sowie generell im Süden und Südosten immer wieder mit Regen und Schauern gerechnet werden. Die Schneefallgrenze liegt anfangs meist noch um 1.000 Meter Seehöhe, bis zum Abend sinkt sie auf 700 bis 500 Meter. Ein markantes Windfeld zieht über den Norden und Osten des Landes hinweg, in Ober- und Niederösterreich sowie in Teilen Wiens wird dabei Westwind teils kräftig auffrischen. In exponierten höheren Lagen ist es stürmisch. Nach Frühtemperaturen von ein bis neun Grad steigen die Tageshöchsttemperaturen auf fünf bis zwölf Grad.

Am Samstag beruhigt sich das Wetter allmählich. Einige Wolkenbänke hängen aber vor allem noch im Bergland und letzte Schneeflocken können hier dabei sein, sonst gibt es häufig bereits Sonnenschein. Um Mittag und am Nachmittag wird es im Norden und Osten aber vermehrt zur Quellwolkenbildung kommen, ansonsten verläuft auch der Nachmittag meist nur gering bewölkt. Der Wind weht mäßig, im Tagesverlauf im Osten auch lebhaft aus West bis Nordwest. Die Frühwerte liegen zwischen minus sieben bis plus ein Grad und steigen im Verlauf des Tages meist auf vier bis neun Grad.

Im Norden und Osten überwiegt am Sonntag die starke Bewölkung, entlang der Nordgrenze könnte es mitunter auch tröpfeln, doch gelegentlich blinzelt zwischendurch die Sonne hervor. Im Westen und Süden kommt die Sonne etwas besser zur Geltung, aber auch hier machen sich hohe und mittelhohe Wolken am Himmel bemerkbar. Der Wind weht meist nur schwach aus uneinheitlichen Richtungen. Nach minus sieben bis plus drei Grad am Morgen steigen die Werte auf fünf bis 13 Grad.

Am Montag wird es sonnig

Bis auf ein einzelne, zähe Frühnebelfelder und ein paar harmlose Schleierwolken, die in großer Höhe über den Himmel ziehen, wird der Montag ein sehr sonniger Tag. Am Alpenostrand und in einzelnen Föhnstrichen am Nordrand der Gebirge frischt Südostwind auf, sonst bleibt es eher schwach windig. Während es in der Früh noch minus sechs bis plus zwei Grad hat, sind im Tagesverlauf acht bis 15 Grad zu erwarten.

Am Dienstag kann man sich zumindest nach Osten hin bis auf ein paar zähe Nebelfelder meist nochmals auf recht sonniges Wetter einstellen. Am Alpennordrand greift teils kräftiger Südföhn bis in viele Täler durch. Sonst nimmt die Bewölkung von Südwesten her immer mehr zu, besonders in Teilen Vorarlbergs, Kärntens und Tirols setzen Niederschläge ein. Die Schneefallgrenze liegt tagsüber meist noch zwischen 1.100 und 1.500 Meter Seehöhe. Die Frühtemperaturen betragen minus vier bis plus sechs Grad, die Tageshöchsttemperaturen fallen dann recht unterschiedlich aus: zwischen fünf Grad in den Niederschlagsgebieten im Südwesten von noch einmal bis zu 15 Grad stellenweise im Norden und Osten.

Quelle: SN

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