Chronik

Tempo 80 in Salzburg: So wenige Unfälle wie noch nie

Landesrat Hans Mayr präsentierte die Unfallhäufungspunkte des vergangenen Jahres. Die Westautobahn kommt in dieser Statistik nicht vor. Trotzdem soll es dort Maßnahmen geben.

Tempo 80 in Salzburg: So wenige Unfälle wie noch nie SN/robert ratzer
Auf der Westautobahn kommt es derzeit regelmäßig zu Staus und Unfällen mit Blechschäden. Ein Unfallhäufungspunkt ist dieser Abschnitt laut Landesrat Mayr nicht.

Auch wenn am Donnerstagabend in Salzburg nach einem Unfall im Lieferinger Umweltschutztunnel auf der Westautobahn wieder einmal gar nichts mehr ging. In der am Freitag von Landesrat Hans Mayr präsentierten Aufstellung der Unfallhäufungspunkte scheint die Westautobahn nicht auf. Der Grund: Diese Häufungspunkte werden mit Daten der Statistik Austria erstellt. Und diese erfasst nur Unfälle mit Personenschäden.

Auch weniger Blechschäden auf A1

Über Tempo 80 und die Westautobahn wurde dennoch ausführlich gesprochen. Die Landesstatistik habe sich sowohl die Zahlen der Statistik Austria als auch jene der Autobahnpolizei Anif über diesen Verkehrsabschnitt angesehen. Das Resümee: Seit Einführung von Tempo 80 sei die Zahl aller Unfälle in diesem Bereich zurückgegangen. "Es gab noch nie so wenige Unfälle in diesem Streckenabschnitt wie jetzt", sagt Verkehrslandesrat Mayr. Das zeige auch der Zehn-Jahres-Vergleich. "

Maßnahmen um Auffahrunfälle zu verhindern

Es sei allerdings zu bemerken, dass sich die Art der Unfälle verändert habe. Das zeigten sowohl die Daten der Statistik Austria als auch jene der Autobahnpolizei Anif. Handlungsbedarf sieht Hans Mayr auf der Westautobahn dennoch. "Mir wird aus der Bevölkerung zugetragen, dass die Lkw zu dicht auffahren. Das verunsichert viele Autofahrer." Zudem seien 50 Prozent der Unfälle mit Personenschaden im Tempo-80-Bereich Auffahrunfälle. "Wir überlegen, ob man die Geschwindigkeitstoleranz für Lkw herabsetzen soll. Auch werden wir in Absprache mit der Polizei die Abstände besonders scharf kontrollieren."

Unfallhäufungsstellen entschärfen

Eine gemischte Bilanz zieht Hans Mayr bei den Unfallhäufungsstellen auf den Landesstraßen. Zwar habe sich die Gesamtzahl der Häufungsstellen von 86 auf 70 reduziert. Die Zahl der getöteten Autofahrer sei aber von 2014 auf 2015 von 27 auf 53 gestiegen. Die Erklärung: "Wir hatten 2014 einen historischen Tiefsttstand. Zudem nutzten viele Leute den besonders heißen Sommer vermehrt für Ausfahrten mit dem Motorrad. Wir mussten leider eine Steigerung bei Zweiradunfällen registrieren."

Die Maßnahmen zur Entschärfung der Unfallhäfungsstelle B311 hätten Wirkung gezeigt. Nun sollen diese auch bei den neuen problematischen Stellen wie der Hochkönig-Bundesstraße, der L 205 in St. Georgen oder der Mittersill Bundesstraße kommen. Mayr denkt an Querungshilfen, Fahrbahnteiler, Leitschienen und Überholverbote. Dafür sei trotz des knappen Budgets Geld da. "Solche Maßnahmen haben bei der Finanzierung immer Priorität."

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