Chronik

Tennengauer Bezirks-Derby mit verschiedenen Vorzeichen

Union Hallein floppte den Auftakt in das Salzburger Liga Frühjahr, während Kuchl sensationell startete. Beide Trainer gehen mit viel Selbstvertrauen in das bevorstehende Derby.

Union Stürmerstar Mo Idrissou bekam zu wenige Bälle – der Kameruner konnte zu selten spielerische Akzente setzen. SN/sw/hilzensauer
Union Stürmerstar Mo Idrissou bekam zu wenige Bälle – der Kameruner konnte zu selten spielerische Akzente setzen.

Das ewige Dilemma im Fußball: Vorbereitung Top, Meisterschaft Flop. Gut, so drastisch darf man den Auftakt von Tabellenschlusslicht Union Hallein am vergangenen Sonntag nicht sehen. Die 0:1-Niederlage passierte immerhin gegen den TSV Neumarkt, seines Zeichens Zweiter in der Salzburger Liga Tabelle und damit erster Verfolger von Titelfavorit Bischofshofen.

"Wir können auf der zweiten Halbzeit sicher aufbauen." Thomas Eder, Coach Union Hallein

Und es war letztlich nur die erste Halbzeit, die der Union den Auftakt in der "Mission: Klassenerhalt" vermieste. Trainer Thomas Eder sagt dazu: "Ich glaube, die Jungs haben sich in der ersten Halbzeit zu viel Druck auferlegt und konnten damit nicht wirklich umgehen."

So war es eine kleine Unachtsamkeit in der sonst stabilen Defensive und schon köpfte Leonhard Ettlmayr bei einem Freistoß zum letztlichen 0:1-Endstand. Herausragend in der Union-Defensive agierte Jungspund Michael Neureiter, der mit seinen 18 Jahren als einziger von Eder besonderes Lob spendiert bekam.

Neumarkt zeigte sich um den Tick abgeklärter. Eder: "Ich denke, gegen den Tabellenzweiten darf man verlieren. Ich finde auch, dass wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren. Darauf können wir auch aufbauen."

Es sei die letzte Konsequenz, die im Strafraum gefehlt hatte. Neuzugang und Stürmerstar Mo Idrissou bekam von den Außenspielern nur wenige Bälle. Einen Kopfball setzte der Kameruner nur knapp neben den Kasten.

Das soll sich im kommenden Derby gegen Kuchl ändern (Samstag, 31. März, 15 Uhr). Zwar sind Bernhard Marx und Tormann Damir Ramic nach dem Neumarkt-Spiel angeschlagen, Eder zeigt sich trotzdem zuversichtlich: "Wir haben schon gezeigt, dass wir mit den besten der Liga mithalten können. Wir müssen im Strafraum mehr wollen, dann sehe ich keinen Grund, warum wir den Lauf der Kuchler nicht unterbrechen sollen."

"Hallein kann gern versuchen, unseren Lauf zu stoppen." Gerhard Perlak, Trainer Kuchl

Lauf der Kuchler? Stimmt insofern, wenn man das 9:0-Testspielergebnis gegen Anthering dazunimmt. Viel wichtiger dürfte für die Kuchler allerdings sein, dass sie am vergangenen Sonntag mit einem sensationellen 4:0-Heimsieg gegen Eugendorf die Meisterschaftssaison gestartet haben.

Moritz Waldmann eröffnete mit dem 1:0 das Fußballjahr 2018. Matthias Seidl mit einem Doppelpack und Christopher Bachleitner hievten die Kicker aus der Holzgemeinde gleich zum Saisonstart in den Fußballhimmel. Trainer Gerhard Perlak will allerdings von einem Höhenflug nichts wissen: "Natürlich war es geil, aber der Sieg war letztlich doch überraschend."

Im kommenden Derby gegen Hallein erwartet er ein gänzlich anderes Spiel: "Eugendorf ist spielerisch stark. Hallein ist da schon eher das Gegenteil. Die Union agiert hauptsächlich mit hohen Bällen anstatt durch das Mittelfeld zu spielen - wir müssen schauen, ob wir uns darauf einstellen können."

Die Kampfansage von Eder, dass die Union den "Lauf" von Kuchl durchaus unterbrechen kann, sieht Perlak gelassen: "Sie dürfen das gerne probieren. Aber wir werden schauen, dass wir unsere Heimstärke aufrecht halten. Es wird sicher eine offene Partie."

Perlak muss übrigens auf Hannes Endletzberger verzichten, der eine Gelbsperre absitzen muss. Zudem sind Maximilian Kendler und Christian Kaindl noch nicht ganz bei hundert Prozent Leistungsfähigkeit. Positiv: Jungspund Maximilian Seiwald dürfte wieder zur Mannschaft stoßen.

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