Chronik

Tennengauer Duo geht für die SPÖ in die Landtagswahl

Die SPÖ hat kürzlich ihre Tennengauer Kandidaten für die Landtagswahl am 22. April präsentiert: Bezirksparteiobmann Roland Meisl und die Abtenauer Gemeindevertreterin Stefanie Posch.

SPÖ-Landesparteiobmann Walter Steidl (r.) mit den Tennengauer Landtagskandidaten Roland Meisl und Stefanie Posch. SN/sw/Strübler
SPÖ-Landesparteiobmann Walter Steidl (r.) mit den Tennengauer Landtagskandidaten Roland Meisl und Stefanie Posch.

Realistische Chancen auf den Einzug hat dabei nur der bereits seit zwölf Jahren im Landtag vertretene Roland Meisl. Er steht auf Platz fünf der Landesliste, Stefanie Posch erst auf Platz 17. Derzeit hat die SPÖ im Landtag neun Abgeordnete. Die Roten müssten ihre Mandate verdoppeln, damit es Posch in den Landtag schafft.

Fix von seinem Verbleib im Landtag kann dagegen Roland Meisl ausgehen. Er hat sich das Thema "Arbeit" an die Fahnen geheftet. "Wir haben in Hallein die Situation, dass wir Arbeitsplätze brauchen und viele Unternehmen auch Flächen suchen, andererseits aber das größte zusammenhängende Industrieareal seit Jahren brachliegt (das ehemalige Binder-Areal in Neualm, Anm.)", sagt Meisl.

Weil das Areal als Industriegebiet gewidmet ist, können sich dort derzeit keine Gewerbebetriebe niederlassen. Auch nach dem neuen Raumordnungsgesetz (ROG) des Landes dürften sich dort wieder nur Unternehmen mit hohen Schadstoffemissionen ansiedeln. "Solche Unternehmen gibt's aber praktisch nicht mehr und solche wollen wir auch nicht in einem Wohngebiet haben", sagt Meisl und fordert, "dieses Hindernis im Zuge einer ROG-Novelle auszumerzen."

Meisl will sich aber auch für das Krankenhaus Hallein einsetzen.

Zwar habe sich - "auch durch parlamentarischen Druck der SPÖ" - zuletzt einiges zum Besseren gewendet. "Eine Unfallchirurgische Ambulanz, die wochentags um 15.30 Uhr schließt und am Wochenende gar nicht offen hat, ist aber untragbar." Als abschreckendes Beispiel nennt Meisl eine Dame, die als Besucherin im Krankenhaus Hallein stürzte und mit einer Beinverletzung nach Salzburg gebracht werden musste, weil es vor Ort keine Behandlungsmöglichkeit gab. "Die Grundversorgung muss in Hallein gegeben sein."

Der Wahlkampf der Tennengauer SPÖ werde sich an jenen auf Landesebene "anhängen". Im Bezirk werde plakatiert und verteilt. Große Wahlkampfkundgebungen wird es aber außer am 6. April im Hofbräu Kaltenhausen nicht geben. "Wir wollen in erster Linie mit den Leuten reden und zuhören."

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