Chronik

Terror-Alarm in Fuschl: Ermittlungen auf Hochtouren

Ein terrorverdächtiger Marokkaner sitzt weiter in U-Haft. Plante der Mann in seinem Fuschler Asylquartier einen Anschlag?

Die Polizei nahm den 25-Jährigen am 19. Dezember bei einer Großrazzia in der Asylunterkunft fest.  SN/schmid
Die Polizei nahm den 25-Jährigen am 19. Dezember bei einer Großrazzia in der Asylunterkunft fest.

Jener 25-jährige Marokkaner, der Mitte Dezember bei einer Polizeirazzia in Fuschl festgenommen wurde, sitzt noch bis zumindest 4. Jänner in Untersuchungshaft. Der Asylbewerber steht im Verdacht, mit acht weiteren Flüchtlingen einen terroristischen Anschlag in Salzburg geplant zu haben. Eine Bekannte hatte übers Telefon ein verdächtiges Gespräch in einem Flüchtlingsheim in Fuschl mitgehört.

Am 17. November soll die Frau - sie lebt in Palästina - mit dem 25-Jährigen ein Telefonat geführt haben. Der Marokkaner dürfte das damalige Gespräch nicht beendet haben. So konnte die Frau offenbar mithören, wie der Verdächtige über einen Sprengstoffanschlag zu Weihnachten oder Silvester in der Stadt Salzburg gesprochen habe. Ein ähnlicher mutmaßlicher Terrorakt sei bereits Ende Oktober geplant gewesen. Die Frau will arabische, deutsche und iranische Wortfetzen aufgeschnappt haben.

Prahlerei oder konkrete Pläne?

Die Bekannte des Verdächtigen wandte sich darauf an die Polizei und brachte die Ermittlungen damit ins Rollen. Aber: Laut SN-Recherchen war sich die Frau bei ihrer Vernehmung nicht sicher, ob es sich bei den Unterhaltungen nicht um bloße Prahlerei gehandelt haben könnte. Sie habe jedenfalls festgestellt, dass sich ihr Freund zuletzt stark verändert habe. Der 25-Jährige hätte zunehmend nervös gewirkt.

Großrazzia am 19. Dezember

Die Polizei nahm den 25-Jährigen am 19. Dezember bei einer Großrazzia in der Asylunterkunft fest. Acht weitere Bewohner nahmen die Beamten für Befragungen mit. Die Ermittler stellten drei Handys und einen Computer sicher. Diese sollen Hinweise liefern, ob der Mann mit einer terroristischen Vereinigung in Kontakt steht. Laut Staatsanwaltschaft läuft die Auswertung der Geräte noch auf Hochtouren. Gegen den Marokkaner bestehe jedenfalls dringender Tatverdacht.

Kommt der Verdächtige frei?

Ob der 25-Jährige in U-Haft bleibt, entscheidet das Landesgericht am 4. Jänner: Bei einer Haftprüfung wird beschlossen, ob bei dem Mann weiterhin die Haftgründe der Tatbegehungs- und Fluchtgefahr bestehen.

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