Chronik

Tief "Numa" beschert Salzburg ab Montag Wintereinbruch

Weite Teile des Landes dürften am Montag unter einer weißen Decke versinken. Die Schneefallgrenze sinkt ab Mitternacht auf 400 Meter Seehöhe. Ein Verkehrschaos sei in der Stadt Salzburg dennoch nicht zu erwarten, sagt Josef Haslhofer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Innergebirg präsentierte sich die Natur in den vergangenen Tagen bereits in sanftem Winterkleid – wie auf dem Foto des SN-Lesers Wolfgang Madreiter aus Ferleiten im Pinzgau. SN/wolfgang madreiter
Innergebirg präsentierte sich die Natur in den vergangenen Tagen bereits in sanftem Winterkleid – wie auf dem Foto des SN-Lesers Wolfgang Madreiter aus Ferleiten im Pinzgau.

"Ab Mitternacht wird es deutlich kälter. Oberhalb von 500m bleibt der Schnee auch liegen. Wir erwarten auf dieser Höhe bis zu sieben Zentimeter Neuschnee", sagt der Wetterexperte. "In der Stadt wird es eher Schneematsch geben. Gaisberg und Kapuzinerberg werden schneebedeckt sein, aber auf den Straßen in der Stadt dürfte es nicht so schlimm sein." Ein Verkehrschaos sei deshalb nicht zu erwarten, die Fahrradwege sollten befahrbar sein.

Verantwortlich für diesen frühen Wintereinbruch ist das Tief "Numa". Ein Kaltluftvorstoß erreicht von Norwegen aus über Dänemark und Deutschland die Alpen. Über der Adria bildet sich ein Tief, das uns in den Nachtstunden erreicht.

Innergebirg wird sich verbreitet eine Schneedecke bilden, prognostiziert Haslhofer. "Montags gibt es tagsüber noch Schneefall. Am Dienstag bessert sich das Wetter. Am Mittwoch soll es klar werden, da wird es bei Schneebedeckung und klaren Nächten sehr kalt. In Talregionen etwa im Lungau kann es in den Morgenstunden auch zu Temperaturen um die minus 10 Grad kommen. Das konserviert den Schnee."

Optimale Skilauf-Bedingungen ab Mittwoch

Das bedeutet, dass von Mittwoch bis Freitag optimale Bedingungen zum Skifahren herrschen - bei Sonnenschein und Temperaturen von bis zu plus 10 Grad. Einige Skigebiete haben ja bereits offen. Nicht zu vergessen: Auf den Bergen liegt schon Schnee aus den letzten Tagen. "Da kann ein halber Meter Neuschnee zusammengekommen", sagt Haslhofer.

"Normaler November-Mittelwert"

Von einer ungewöhnlichen Kältewelle will er nicht sprechen: "Das sind normale November-Temperaturen. Man hat sich noch nicht auf die Mitteltemperaturen eingestellt, die liegen aber für diesen Zeitraum bei 5 bis 10 Grad." Eine föhnige, trockene Südströmung, wie sie auch im Spätherbst durchaus üblich ist, sei derzeit nicht in Sicht. "Gefühlt fehlen die milden Tage. Aber das kann durchaus noch kommen." Für das kommende Wochenende besteht die Chance auf Sonne. "Von Westen kommt milde Luft. Es wird aber ab Samstag wieder wechselhaft."

Ein Wochenende mit Dauerregen wie das derzeitige kann man demnach so gut wie ausschließen. Wer kann, sollte trotzdem die sonnigen Tage zur Wochenmitte nutzen.

Quelle: SN

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