Chronik

Tödlicher Alpinunfall: Salzburgerin von Lawine verschüttet

Jede Hilfe zu spät kam am Sonntag für eine 54-jährige Skitourengeherin in Osttirol: Die Frau war mit einer Gruppe am Staller Sattel unterwegs, als sich ein Schneebrett löste.

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Laut Polizei war die 16-köpfige Gruppe bei Wolken und Nebel zu einer Skitour vom Staller Sattel aus über das Weißenbachtal in Richtung Hinterbergkofel unterwegs. Auf knapp 2400 Metern gerieten die Tourengeher bei immer schlechterer Sicht in teilweise steileres Gelände.

Die Gruppe beschloss kurz vor 11 Uhr umzukehren. In diesem Moment löste sich knapp 50 Meter oberhalb der Alpinisten ein Schneebrett. Die 60 Meter breite Lawine riss vier Tourengeher mit und verschüttete sie.

Da die Verschütteten allesamt mit LVS-Geräten ausgerüstet waren, konnte der Rest der Gruppe die vier Personen allesamt orten und bergen. Die 54-Jährige war bei der Bergung nicht unsprechbar und konnte nicht mehr reanimiert werden. Sie verstarb noch am Unglücksort. Alle anderen Personen der Gruppe blieben unverletzt.

Retter im Großeinsatz

Den Rettungseinsatz übernahmen vorerst Südtiroler Einsatzkräfte, da vorerst als Unfallsort italienisches Staatsgebiet angenommen wurde. Die Alpinpolizei Lienz erlangte vom Lawinenunfall erst in der Mittagszeit Kenntnis und übernahm dann die Erhebungen.

Im Einsatz befanden sich zwei italienische Rettungshubschrauber, 20 Mann der Bergrettung Antholz, zwei Notärzte, ein Hundeführer und drei Alpinpolizisten.

Quelle: SN

Aufgerufen am 21.11.2018 um 01:26 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/toedlicher-alpinunfall-salzburgerin-von-lawine-verschuettet-25584091

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