Chronik

Toter in Badewanne: Opfer lud Verdächtigen vor Bluttat zu sich nach Hause ein

Vor der Verhaftung der Syrer waren zwei Rumänen kurz unter Mordverdacht geraten.

Toter in Badewanne: Opfer lud Verdächtigen vor Bluttat zu sich nach Hause ein SN/robert ratzer
Polizei vor dem Haus, in dem die Tat geschah.

Nachdem die Polizei am Mittwoch von der Verhaftung zweier junger Syrer berichtet hatte, die in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli einen Serben beraubt und getötet haben sollen, brachten Recherchen am Donnerstag weitere Details rund um die Bluttat. Dringend tatverdächtig des Mordes und Raubes sind die Syrer Muhaned S. und Abdulrahman W., beide 19 Jahre alt. Das 31-jährige Opfer wurde laut Ermittlungen in seiner Wohnung in der Salzburger Elisabethstraße gefesselt, geschlagen, erwürgt, in die volle Badewanne gelegt und beraubt.

Abdulrahman W. soll den Serben erst einen Tag vor der Bluttat auf dem Hauptbahnhof kennengelernt haben. Auf Einladung des späteren Opfers hin seien die beiden dann in die Wohnung des Serben gegangen. Dort gab es offenbar sexuelle Avancen seitens des 31-Jährigen, worauf Asylbewerber W. verärgert die Wohnung verlassen habe. Faktum ist: Am nächsten Tag besuchte er dann mit seinem gleichaltrigen Landsmann den Serben; laut Polizei in Raubabsicht, wobei die Syrer den späteren Mord in Kauf genommen hätten. Die Tatverdächtigen ließen u. a. zahlreiche Textilien des Opfers mitgehen.

"Wir prüfen jetzt einmal genau die Vorwürfe", betont RA Kurt Jelinek, der Abdulrahman W. verteidigt. Dass sein Mandant die Tötung des Opfers in Kauf genommen habe, weist der Anwalt zurück.

Vor der Verhaftung der Syrer waren zwei Rumänen kurz unter Mordverdacht geraten. Polizeisprecher Hannes Hollweger: "Gegen sie gab es eine Verdachtslage. Am 14. Juli wurde einer der Rumänen auch kurzfristig festgenommen, aber nach drei Stunden wieder freigelassen. Er hatte ein Alibi." Weiters bemerkenswert: Die Asylkarte, die Muhaned S. in der Opfer-Wohnung verloren hatte, wurde offenbar erst zwei Wochen nach dem Auffinden der Leiche von Kriminalisten am Tatort gefunden. Der Vater des Opfers, er hatte den Sohn als abgängig gemeldet, wird von RA Stefan Rieder, Landesleiter des "Weißen Rings", vertreten.

Quelle: SN

Aufgerufen am 25.09.2018 um 11:41 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/toter-in-badewanne-opfer-lud-verdaechtigen-vor-bluttat-zu-sich-nach-hause-ein-1211839

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