Chronik

Toter in der Badewanne: Syrer gestanden brutalen Raubmord

Ein 30-Jähriger soll in Salzburg Opfer eines Raubmordes geworden sein. Zwei Syrer wurden als Tatverdächtige festgenommen. Ihre Beute: Kleidung.

Spektakuläre Wendung im Todesfall in der Salzburger Elisabethstraße: Die Polizei hat rund zwei Wochen nach dem Auffinden einer gefesselten Leiche in einer Badewanne zwei Personen festgenommen. Details gab die Polizei bei einer Pressekonferenz am Mittwochnachmittag bekannt: Demnach wurden zwei Syrer im Alter von 19 Jahren festgenommen. Sie sollen das 30-jährige Opfer erwürgt haben.

Die Ermittler sprechen von einem Raubmord. Die beiden Tatverdächtigen hätten mehrere Dutzend Kleidungsstücke des Opfers aus seiner Wohnung geraubt und diese anschließend auch getragen - auch bei der Festnahme. Zudem hätten sie den 30-jährigen gebürtigen Serben dazu gezwungen, ihnen seinen Bankomatcode zu verraten. "Sie haben ihn regelrecht aus ihm herausgeprügelt", sagt Landespolizeidirektor Franz Ruf.

"Das eigentliche Motiv war Raub", erklärte der stellvertretende Leiter des Kriminalamtes Karl-Heinz Pracher am Mittwoch. "Aber sie nahmen die Tötung in Kauf." Die beiden Männer seien geständig. Die syrischen Flüchtlinge seien bereits wegen mehrere Gewalt- und Eigentumsdelikte aufgefallen. Einer der Männer hatte bereits einen Asylstatus zugesprochen bekommen, der zweite ist Asylbewerber.

Mann war mit Kabelbindern gefesselt

Der Todesfall hatte den Ermittlern viele Rätsel aufgegeben: Ein 30-jähriger Serbe war in der Nacht auf 10. Juli leblos in einer Wohnung aufgefunden worden. Der Mann war vollständig bekleidet in einer leeren Badewanne gefunden worden - an Händen und Füßen mit Klebeband und Kabelbindern gefesselt. Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Den Alarm hatte der Vater des Toten ausgelöst: Er hatte seinen Sohn als vermisst gemeldet.

Die Feuerwehr hatte die Wohnung in einem Wohnblock geöffnet. Die Leiche des Mannes wies Verletzungen im Gesicht auf. "Wir ermitteln in alle Richtungen", hieß es damals bei der Polizei. Zuletzt ruhten viele Hoffnungen auf einer toxikologischen Untersuchung. Der Mann, der lange Zeit in einem Wettbüro am Hauptbahnhof gearbeitet hatte, sei polizeilich nicht bekannt gewesen. Er wurde als "sehr höflich, zurückhaltend und zurückgezogen" beschrieben.

Quelle: SN

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