Chronik

Trauer nach Tod eines Elfjährigen in der Lammer

Ein Elfjähriger hatte nach Darstellung der Wasserrettung kaum eine Chance,dem starken Wasserwirbel unterhalb einer kleinen Wehranlage in der Lammer zu entkommen.

Der tragische Tod eines elfjährigen Buben - er war am Donnerstagnachmittag in der Lammer in Golling ertrunken - hat tiefe Bestürzung ausgelöst. Wie konnte das Unglück passieren? Die Lammer weist derzeit einen relativ niedrigen Wasserstand mit maximal einem halben Meter und eine vergleichsweise niedrige Fließgeschwindigkeit auf. Heinrich Brandner, Präsident der Wasserrettung, der am Donnerstag bei der Bergungsaktion als Einsatzleiter fungierte, versuchte am Freitag, Antworten zu finden. "Der Bub hat sehr viel Pech gehabt", sagt er. "Er ist genau an jener Stelle über eine kleine Wehr gerutscht, an der sich unterhalb ein etwa zwei Meter tiefer Syphon (ein natürlicher Wasserstrudel, Anm.) befindet. Durch den Wasserdruck dürfte der Bub hineingezogen worden sein."

Wie berichtet, war der Elfjährige aus Golling mit seinem Zwillingsbruder und einem gleichaltrigen Freund an der Lammer im Bereich des sogenannten Lammer-Spitz zum Baden unterwegs gewesen. An der etwa eineinhalb Meter hohen Wehr passierte das Unglück.

Die beiden anderen Buben hatten zwar rasch Alarm geschlagen, nachdem der Elfjährige nicht mehr aufgetaucht war, doch alle Wiederbelebungsversuche kamen zu spät. Um den Buben aus dem Wasserstrudel bergen zu können, musste nach einer knappen Stunde ein Schieber neben der Wehr geöffnet werden. Dadurch konnte der Wasserdruck an der Unglücksstelle so verringert werden, dass die Wasserrettung den Buben bergen konnte.

Ungeachtet des tragischen Todes des Kinders bevölkerten am Freitag zahlreiche Badegäste auch mit Kindern die zahlreichen Schotterbänke entlang der Lammer. Die Salzburger Wasserrettung wies in einem SN-Gespräch auf wichtige Verhaltensregeln beim Aufenthalt und Baden an und in fließenden Gewässer hin:



1. Eine Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein Mobiltelefon sollten wasserdicht verpackt sein, um in einem Notfall einsatzbereit zu sein. Es sei auch zu beachten, dass es am Wasser immer lauter sei.



2.Einen Wildbadeplatz überlegt aussuchen und die Wettervorhersage beachten.



3.Von Wehranlagen sollte prinzipiell Abstand gehalten werden.



4.Luftmatratzen und Schlauchboote sind keine geeignete Sportgeräte fürs Fließgewässer.



5.Kinder sollten nie aus den Augen gelassen werden.

Die Vorsichtsmaßnahmen können Schlimmes verhindern, ist Heinrich Brandner überzeugt. Nicht unterschätzt werden sollte aber auch die Kraft von scheinbar langsam fließenden Wasser sowie die Rutschgefahr bei veralgten oder überspülten Steinen. Weitere Infos dazu gibt es unter www. owr.at.

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