Chronik

"Trend zum Catering spürbar"

Nach einer sehr erfolgreichen Sommersaison in der Gastronomie kommt die große Ungewissheit. Was kommt noch? Corona, Energiekrise, Kostenintensität - und Weihnachten wird doch gefeiert. Das weiß Ernst Pühringer, WKS-Obmann der Gastronomie.

Ernst Pühringer vor seinem Familienbetrieb, dem „Gasthof Hölle“ am Kommunalfriedhof. Bild: wk salzburg  SN/sw/wks
Ernst Pühringer vor seinem Familienbetrieb, dem „Gasthof Hölle“ am Kommunalfriedhof. Bild: wk salzburg

Ernst Pühringer ist Wirt im Gasthof Hölle und im Bräuwirt in Lengfelden. Der Wirtschaftskam- merobmann vertritt Gastronomen aus 4400 Betrieben - davon etwa 1200 Gasthäusern - in Stadt und Land Salzburg. Er stellte sich folgenden Fragen.

Redaktion: Wenn Sie an Weihnachten denken, was kommt Ihnen da spontan in den Sinn?Ernst Pühringer: Da denke ich an Weihnachtsfeiern, diese besondere Stimmung, einen Jahreshöchstumsatz, gute Auslastung und relativ entspannte Gäste.

Corona hat uns alle noch immer fest im Griff. Wie schaut die Situation heuer in Sachen Weihnachtsfeiern für Firmen aus?Man merkt immer noch eine extreme Verhaltenheit. Es sind noch nicht viele Weihnachtsfeiern reserviert. Daran schuld ist sicher auch die Unsicherheit betreffend Corona. Dafür habe ich in meinen Betrieben sehr viele Cateringanfragen für Weihnachtsfeiern. Das ist in Folge der Preissteigerungen nachvollziehbar. Wenn man sich das Essen in die Firmen liefern lässt, spart man sich die hohen Getränkekosten. Wenn man beispielsweise eine Weihnachtsfeier mit 50 Personen plant, macht das schon eine hohe Ersparnis aus. Wir haben erste Anfragen für Caterings bereits für Termine ab dem 16. November erhalten.

Wird sich dieser Trend halten?
Es ist absehbar, dass sich viele Firmen das Essen zustellen lassen. Wenn sich das Coronathema entschärft, kann es durchaus wieder normal werden.

Gibt es eine Prognose und Reservierungen für heuer?Die Kunden sind noch sehr verhalten. Sind Feiern geplant, wird das eher eine kurzfristige Sache werden. Viele lassen sich das Essen liefern, besorgen sich Getränke und Leihinventar. Das ist billiger. Wir haben aber bereits eine Reservierung für eine große Firmenfeier mit 250 Personen Anfang September reinbekommen.

Wie ist die Stimmung in der Salzburger Gastroszene?Die Stimmung war im Sommer sehr gut, wir hatten eine super Saison mit Umsätzen über dem Jahr 2019. Eine sehr große Unsicherheit ist jetzt die Energiefrage, das bricht einigen das Genick. Wir warten dringend auf eine Lösung vonseiten der Regierung. Teilweise handelt es sich hier um eine Versiebenfachung der Stromkosten. Das kann sich nicht ausgehen. Ein großer Punkt ist auch die Unsicherheit, nicht zu wissen, welche Einschränkungen noch kommen. Da wird viel diskutiert. Wir sollten 15 Prozent einsparen, der Hintergedanke ist nicht schlecht. Wir haben in der "Hölle" alles auf LED umgestellt. Ich wüsste nicht, wo ich noch sparen sollte, die Gästezimmer müssen warm bleiben.

Wann sollten sich Firmen für die Weihnachtsfeier spätestens anmelden? Wenn man den Wunschtermin, wie etwa einen der gefragtesten, den letzten Freitag vor Weihnachten, haben möchte, empfehlen wir, dringend jetzt zu reservieren. Es gibt Firmen, die bereits ein Jahr im Vorhinein reservieren.

Wie feiern Sie Weihnachten mit Ihrem Team?
Wir machen mit unserem Stammpersonal, das sind gut 40 Mitarbeiter, jedes Jahr eine Jahresabschlussfeier in einer feinen Location am letzten Weihnachtsferientag. Da sperren wir ab 15 Uhr zu und feiern.

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