Chronik

Trotz Fußfessel weiter gedealt: Zwei Jahre und zehn Monate Haft für 27-jährigen Pongauer

Ein besonders dreister Drogendealer erhielt am Dienstag in einem Schöffenprozess am Landesgericht zwei Jahre und zehn Monate unbedingte Haft (nicht rechtskräftig). Laut Anklage hatte der Pongauer ab dem 3. Juli 2018, und damit genau ab jenem Tag, an dem er aus einer früheren Verurteilung wegen Drogenhandels aus dem Gefängnis in den elektronisch überwachten Hausarrest entlassen wurde, wieder Suchtgift bestellt.

Symbolbild.  SN/alswart - Fotolia
Symbolbild.

Konkret hatte der 27-Jährige laut den Ermittlungen die wiederholt im Darknet georderten Drogen - Kokain, Heroin, Speed und Crystal Meth - dann verkauft bzw. verkaufen wollen.

Dass er - kaum mit einer Fußfessel ausgestattet - sofort rückfällig geworden sei, bestritt der 27-jährige Angeklagte (Verteidiger. RA Kurt Jelinek) in dem bereits im Juli eröffneten Prozess. Schuldig bekannte er sich hingegen zum weiteren Vorwurf, schon ab 2017 rund 500 Gramm Speed sowie 20 Gramm Crystal Meth verdealt zu haben.

Im Prozessfinale am Dienstag sprach ihn das Schöffengericht (Vorsitz: Gabriele Glatz) nun aber zu beiden Hauptanklagepunkten schuldig. Für den erneuten Drogenhandel erhielt er zwei Jahre unbedingt; zudem widerrief der Senat noch offene zehn Monate bedingte Haft aus der früheren einschlägigen Verurteilung.

Aufgerufen am 18.09.2020 um 04:33 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/trotz-fussfessel-weiter-gedealt-zwei-jahre-und-zehn-monate-haft-fuer-27-jaehrigen-pongauer-79798621

Schlagzeilen