Chronik

Trotz Verbots betteln immer öfter Kinder am Hauptbahnhof

Die Polizei bestätigt das Problem. Die Eltern werden angezeigt.

Trotz Verbots betteln immer öfter Kinder am Hauptbahnhof SN/robert ratzer
Die Polizei kontrolliert verstärkt am Hauptbahnhof.

Am Bahnhofsvorplatz, vor der Bäckerei oder dem Fahrscheinautomaten: Immer wieder bitten Kinder Passanten am Salzburger Hauptbahnhof um Geld. "Das ist ein neues Phänomen, das seit ein paar Wochen massiv auftritt", bestätigt Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP). Seit Mitte Juli habe es eine Vielzahl an Beschwerden von Betrieben und Bürgern gegeben - vor allem im Bahnhofsbereich, vereinzelt aber auch in der Salzburger Innenstadt. "Das kenne ich sonst nur aus italienischen Städten, dass Kinder von Tisch zu Tisch gehen", sagt Preuner. Er betont, dass Betteln mit Kindern grundsätzlich nicht erlaubt ist - ganz unabhängig vom sektoralen Bettelverbot.

Eltern werden angezeigt

Kontrolliert und angezeigt werden die Vorfälle von der Polizei. Auch, wenn die Kinder alleine auftreten, hielten sich die Eltern meist im Hintergrund auf: "Wenn die Polizei kommt, laufen die Kinder davon. Wenn sie angehalten werden können, sind die Eltern meist innerhalb von ein paar Sekunden da", erklärt Polizei-Pressesprecher Michael Rausch. Die Eltern werden angezeigt, die Vorfälle auch an das Jugendamt und das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl gemeldet. "Wir kontrollieren konsequent, aber man muss die Auswirkungen abwarten", sagt Rausch. Er bittet Salzburger, ihre Beobachtungen der Polizei zu melden.

Quelle: SN

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