Chronik

Über die große Kunst des Querdenkens

Was unterscheidet einen banalen Einfall von einer brillant-kreativen Idee? Darüber kann man sich noch bis Sonntag in Hallein ein Bild machen.

Jeden Tag entstehen unzählige Ideen, überall auf der Welt. Manche werden entwickelt, sie wachsen, sie verändern sich. Aber manche werden nie verwirklicht und verkümmern in den unendlichen Weiten der Rundablage.

Was bleibt am Ende des Tages übrig? Das Besondere, das Einzigartige. Diese Überlegung stand auch am Anfang der Abschlussarbeit von Mario Taferner, Marcel Freinbichler, Simon Reinsperger und Elisabeth Wieser-Linhart. Die Studierenden der Fachhochschule Salzburg suchten ein Projekt für ihr Masterstudium Multi-Media-Technology.

Gemeinsam entwickelten sie eine Handy-App, die aus dem Beliebigen wieder das Besondere macht. Eines der Teammitglieder, Mario Taferner, fotografiert professionell und kennt die Qual der Wahl nach dem Termin: Von ein- und demselben Motiv gibt es Dutzende Fotos, die sich nur minimal unterscheiden. "Ich sortiere radikal aus, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Wert des einzelnen Bildes dadurch steigt."

Mario Taferner, Marcel Freinbichler und Simon Reinsperger mit ihrer App „Moments Collection“. SN/www.neumayr.cc
Mario Taferner, Marcel Freinbichler und Simon Reinsperger mit ihrer App „Moments Collection“.

Dieses Aha-Erlebnis wollte seine Projektgruppe auch anderen Menschen ermöglichen: In der Foto-App "Moments Collection" gibt es jedes Bild nur ein einziges Mal, wie ein Polaroid. "Man kann es an andere Nutzer weitergeben, aber man muss sich dafür treffen." Falls gerade niemand in der Nähe sei, könne man das Bild auch an einem Ort hinterlassen. In der App kann man sehen, wer es aufgesammelt hat und wohin das Foto gereist ist. Ein Nutzer kann in seiner App maximal 25 Bilder sammeln.

Diese Anwendung ist nur eine von mehr als 50 Arbeiten von Studierenden der Fachhochschule Salzburg, die von 7. bis 10. Juni beim Festival "Creativity Rules" in Hallein vorgestellt werden. Die Palette reicht von Fotografie, Grafikdesign und Games bis hin zum Film (Samstag, 10-19 Uhr, Oval im Europark). In Hallein werden die Alte Saline auf der Pernerinsel und die Galerie pro arte bespielt. Den Abschluss bildet ein Designmarkt (10. Juni, 10-15 Uhr, Alte Saline). Ein Leckerbissen für Brancheninsider ist der Vortrag des niederländischen Kreativdirektors Erik Kessels (8. Juni, 18 Uhr, Alte Saline). Wer den Nervenkitzel mag, kann versuchen, aus dem 40 m2 großen Escape-Room (Alte Saline) auszubrechen. Doch Vorsicht! Hier ist die hohe Kunst des Querdenkens gefragt. Der Eintritt ist frei.

www.creativityruleshallein.com

Aufgerufen am 14.08.2018 um 08:17 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/ueber-die-grosse-kunst-des-querdenkens-28911484

Kuchler Extremradfahrer geht in die Aufwärmrunde

Kuchler Extremradfahrer geht in die Aufwärmrunde

Der Kuchler Dominik Meierhofer startet bei der "Race around Austria Challenge". 560 Kilometer und ca 6.500 Höhenmeter legen die Athleten auf ihrer Fahrt rund um Oberösterreich bei der "Race Around Austria …

Kommentare

Schlagzeilen