Chronik

Umweltbaustelle: Junge Helfer arbeiten auf Pinzgauer Alm

Im Naturpark in Weißbach bekommen die Almbauern auch diesen Sommer wieder Hilfe von fünf Jugendlichen aus Österreich und Deutschland. Diese leisten dabei nicht nur wichtige Arbeit auf der Umweltbaustelle, sondern profitieren auch selbst durch neue Erfahrungen und Wissen.

Die Augen von Paula-Sophia Hentschel leuchten, wenn sie über ihre freiwillige Arbeit auf der Kallbrunnalm im Naturpark Weißbach berichtet. Die 19-jährige Norddeutsche stammt aus einem kleinen Dorf zwischen Kiel und Hamburg, weswegen sie bislang eher an die flache Ostseelandschaft als an blühende Almwiesen gewöhnt war. Umso begeisterter ist sie nun davon, fünf Tage lang auf einer richtigen Alm in rund 1.450 Meter Höhe zu helfen.

Dort beginnt ihr Tag um neun Uhr in der Früh, wenn es von der Unterkunft auf der Ferienwiese hinauf auf die Kallbrunnalm geht. Mit "Zwickl" - die Deutsche hat sich das unter den Almbauern gebräuchliche Wort für Astschere abgeschaut - und Sense ausgestattet, schwärmt sie mit vier weiteren Freiwilligen über artenreiche Blühwiesen, um dort wuchernden Farnen und Jungbäumen den Garaus zu machen. Satte sieben Stunden pro Tag arbeiten die Helfer unentgeltlich, bekommen vom Österreichischen Alpenverein aber die Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung gestellt. Ihre Arbeit ist wichtig, um die Futterflächen der Kühe zu schützen, ebenso wie den Lebensraum vieler Schmetterlings- und Wildbienenarten. "Ich finde es cool, der Umwelt etwas zurückgeben zu können und dabei noch so viel für mich selbst zu lernen", sagt Paula-Sophia.

Die Kallbrunnalm im Naturpark Weißbach profitiert sehr von den freiwilligen Helfern SN/siegi greimler
Die Kallbrunnalm im Naturpark Weißbach profitiert sehr von den freiwilligen Helfern

Auch Josef Michael Hohenwarter, Bürgermeister von Weißbach, zeigt sich begeistert von dem Projekt des Österreichischen Alpenvereins und der Motivation, welche die jungen Freiwilligen mitbringen. Als 440-Seelen-Gemeinde sei man auf solche Initiativen angewiesen, etwa um Wanderwege und die Vielfalt der Almwiesen zu erhalten. Aber auch beim Dachdecken der Almhütten hätten bereits Jugendliche mitgeholfen.

Die Umweltbaustelle Kallbrunnalm ist nicht die einzige ihrer Art in Österreich. Jährlich gibt es - ausgehend vom Alpenverein - von Juli bis Anfang September etwa 15 solcher Projekte, bei denen zwischen 150 und 160 Freiwillige mitmachen können. Dafür anmelden kann man sich alljährlich ab Anfang Februar. Die Zielgruppe sind Naturbegeisterte zwischen 16 und 30 Jahren. Ab 18 Jahren kann man beim "Bergwaldprojekt" mitmachen (ohne Altersbeschränkung). Dieses findet von Mai bis Oktober ebenfalls an etwa 15 Standorten in ganz Österreich statt. Der Unterschied zur "Umweltbaustelle": Die Freiwilligen arbeiten auf steileren Berghängen.

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