Chronik

Unfall, Fahrverbote, Grenzkontrollen - Reiseverkehr auf A 10 wird zur Geduldsprobe

Auf der Tauernautobahn (A10) in Kuchl in Fahrtrichtung Villach hatte sich Samstagvormittag nach einem Verkehrsunfall mit einem Sattelkraftfahrzeug ein massiver Stau gebildet. Der enorme Reiseverkehr kam aber nicht nur deshalb ins Stocken.

Der Unfall ereignete sich gegen 5.00 Uhr. Das Fahrzeug blockierte einen Fahrstreifen und den Pannenstreifen, der 32-jährige Lenker blieb unverletzt, berichtete die Polizei. Die Ladung eines Sattelkraftfahrzeuges, ein großer Dieselmotor, rutschte nach einem Bremsvorgang nach vorne, durchschlug die vordere Wand des Sattelanhängers und prallte an die hintere Wand des Führerhauses.

Das Fahrzeug kam in Folge quer am rechten Fahrstreifen und Pannenstreifen zum Stillstand. Das Sattelkraftfahrzeug war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Um die Ladung von der Ladefläche zu heben, wurde ein Kran benötigt. Aufgrund des starken Reiseverkehrs bildete sich rasch ein enormer Stau in Fahrtrichtung Villach.

Dieser dauerte Samstagnachmittag noch an, so die Polizei in einer Aussendung. Die Länge des Staus betrug laut ÖAMTC bis zu 18 Kilometer. Staus gab es auch auf Autobahnzubringern - und den vermeintlichen Ausweichrouten etwa auf der Salzachtal Bundesstraße (B 159) im Tennengau: Rund eine Stunde dauerte die Fahrt von knapp 3,5 Kilometer zwischen Kaltenbach und der A10- Auffahrt bei Hallein.

Entlang der A 10 in Salzburg sind insgesamt auch neun Abfahrtsstellen für den Ausweichverkehr gesperrt. Wer es trotzdem geschafft hat, sollte in Grödig, Großgmain und Wals-Siezenheim auf blockierte Ortsdurchfahrten stoßen.

Polizeikontrollen auf dem Walserberg haben ebenfalls Rückstau verursacht. Sowohl bei der Einreise nach Österreich als auch bei der Ausreise in Richtung Deutschland müssen die ohnehin schon hitzegeplagten Fahrzeuginsassen 30 Minuten Wartezeit

in Kauf nehmen.

Mit weiterhin zunehmenden Stauzeiten mussten Autofahrer währenddessen laut ÖAMTC vor den Grenzübergängen nach Slowenien rechnen: Auf der Karawanken-Autobahn (A11) musste der Verkehr wegen des rund 14 Kilometer langen Staus vor Niklas- und Karawankentunnel blockweise abgefertigt werden. Die Wartezeit betrug hier rund zwei Stunden. Nicht viel besser war die Situation in der Steiermark: Die Kolonnen standen vom Grenzübergang Spielfeld bis Vogau zurück.

Kleintransporter begann im Katschbergtunnel zu brennen

Bereits am Freitagnachmittag hatte die Polizei gemeldet, dass ein Kleintransporter im Katschbergtunnel auf der A10 in Sankt Michael im Lungau in Fahrtrichtung Salzburg zu brennen begonnen hatte. Der Wagen rauchte plötzlich stark und der Lenker hielt in der nächsten Nische an. Der Kleinbus kam laut Polizei von einem Trainingslager in Slowenien und war mit sieben Jugendlichen besetzt. Alle Insassen blieben unverletzt.

Der Fahrer begann das Fahrzeug selbst zu löschen. Die Tunnelwarte sperrte den Katschbergtunnel in beiden Fahrtrichtungen. Das brennende Fahrzeug wurde von Polizeibeamten gelöscht und die Jugendlichen aus dem Tunnel in Sicherheit gebracht. Die verständigten Feuerwehren führten die weiteren Sicherheitsmaßnahmen durch. Die Tunnelsperre dauerte knapp über eine Stunde, es bildete sich erheblicher Rückstau in beiden Fahrtrichtungen.

Quelle: APA

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