Chronik

Untersbergbahn geht nach fünf Monaten Pause wieder in Betrieb

Nach fast genau fünf Monaten Pause nimmt in Salzburg am Samstag, dem 15. August, die Seilbahn auf den Untersberg wieder ihren Betrieb auf.

Nach dem abrupten Stopp wegen der Coronakrise am 18. März hätten die Gondeln zwar bereits seit Ende Mai wieder fahren dürfen, die Betreiber nutzten aber die Zeit, um die normalerweise im Herbst stattfindende zweimonatige Revision vorzuziehen.

Zwar werden 80 Prozent der Einnahmen der Bahn in der Zeit von Mitte Juni bis Mitte September erzielt, sagte Geschäftsführer Winfried Wagner am Donnerstag der APA. Das Gros der Fahrgäste komme in der Hauptsaison aber aus dem nicht deutschsprachigen Ausland. Es handelt sich also um Touristen, die derzeit ohnehin zu einem Gutteil ausbleiben.

In den ersten beiden Wochen wird die Bahn nur an den Samstagen und Sonntagen fahren. Ab 28. August soll sie dann täglich in Betrieb sein - und zwar erstmals den gesamten Herbst und Winter hindurch, wie Wagner erklärte. Die erste Fahrt startet dabei um 8.30 Uhr. Die Zahl der Fahrgäste in den Gondeln wird von maximal 50 auf 38 reduziert, zudem herrscht in den Hallen der Tal- und Bergstation wie auch während der knapp neun Minuten langen Fahrt Maskenpflicht.

Doch nicht nur die Revisionsarbeiten wurden vorgezogen, auch die Erneuerung der Talstation hat früher als geplant begonnen. Sie wird während des laufenden Betriebs wohl bis in den Juni 2021 dauern. "Hauptgrund für den Umbau ist eine Sicherheitsfrage. Unsere Konzession läuft nächstes Jahr aus und wir wollen alle Auflagen für eine Verlängerung erfüllen", erklärte Wagner. Entscheidend dafür sei die Anschaffung von zwei völlig neuem Bergegondeln, die in einer Garage bei der Talstation untergebracht sind und mit denen im Notfall Gäste aus den Kabinen gerettet werden können.

Alleine die Kosten für die beiden neuen Bergewägen machen laut Wagner rund 1,4 Millionen Euro aus - sie sind damit teurer als die zwei im Jahr 2018 erneuerten Fahrgastgondeln. Zugleich wird die Talstation barrierefrei zugänglich gemacht - mit einem Behindertenlift, Rampen für Rollstühle und adaptierten Toiletten.

Die Erneuerung der Talstation ist der letzte Schritt eines rund fünf Millionen Euro schweren Investitionspakets, mit der die Seilbahn erneuert wird. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem die beiden Stützen saniert und neue Felsanker gesetzt, eine neue Starkstromleitung auf den Untersberg verlegt und die Bergstation renoviert. Zugleich wurden die bestehenden Gondeln ersetzt und eine neue Seilbahntechnik installiert.

Die Untersbergbahn ging 1961 in Betrieb und überwindet einen Höhenunterschied von 1.320 Metern. Sie befindet sich zu 96,8 Prozent im Besitz der Landeshauptstadt, der Rest entfällt zu gleichen Teilen auf das Land Salzburg und die Gemeinde Grödig (Flachgau).

Quelle: APA

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