Chronik

Uralter Brauch soll die bösen Geister vertreiben: Alperer zogen von Haus zu Haus

Ein Jahrhunderte alter Brauch, um mit dem Lärm der Kuhglocken böse Geister zu vertreiben. Die Alperer waren am Samstag wieder in Krimml unterwegs.

Wenn am Vortag zu Martini in Krimml lautes Kuhglockengeläut zu hören ist, dann weiß man: die Alperer sind unterwegs. Am Samstag waren es 22 Buben. Die Alperer, das sind ein als Melker verkleideter Bursch mit einem Bockshorn und einem "Bugglkorb", der seine "Herde" anführt. Die Buben haben Kuhglocken, die "Tuschhåfen" oder "Speisglocken" (aus Glockenspeise gegossen) um den Bauch gebunden. Doppelfedern auf dem Hut sollen Viehhörner symbolisieren. Mit dem Jahrhunderte alten Brauch, der man im Land Salzburg nur in Krimml kennt, wird der endgültige Abschluss des Almsommers dargestellt.

Bei den einzelnen Häusern angekommen, läuten die Alperer mit ihren Kuhglocken. Mit dem Lärm sollen böse Geister aus Haus und Hof vertrieben werden, da von jetzt an durch das "Grasaus" (erster Reif) und die längeren Nächte die Tiere im Stall bleiben. Besucht werden dürfen nur Familien, in denen es im vergangenen Jahr keine Todesfälle gegeben hat. Das brächte sonst Unglück, erklärt der Melker, Daniel Patsch (14).

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.08.2019 um 01:04 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/uralter-brauch-soll-die-boesen-geister-vertreiben-alperer-zogen-von-haus-zu-haus-60691789

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