Chronik

Urlauberverkehr: Erwartetes Verkehrschaos blieb trotz Abfahrtssperren aus

Seit Samstag sind die Abfahrtssperren entlang der Tauernautobahn in Kraft. Salzburg will damit die durchreisenden Touristen auch bei Staus auf der Tauernautobahn halten und die Anrainergemeinden entlasten. Das erwartete Chaos blieb jedoch aus.

Obwohl am Samstag eine Reisewelle vor allem aus Teilen der Niederlande und Nordrhein-Westfalens in Richtung Süden unterwegs ist, blieb die Situation vorerst entspannt. Bisher sei es nicht notwendig gewesen, Polizeikräfte an den für den Transitverkehr gesperrten Autobahnabfahrten zu postieren, schilderte Friedrich Schmidhuber, Leiter der Verkehrsabteilung beim Landespolizeikommando Salzburg am Samstagvormittag.

Urlauber haben sich vorab gut informiert

Von einem befürchteten Riesenstau oder gar einem Verkehrskollaps wurde Salzburg an diesem Samstag verschont. Der Urlauberreiseverkehr sei ohne größere Staus oder Verzögerungen über die Bühne gegangen, meldete das Land Salzburg am Nachmittag. "Wir haben den Eindruck, dass sich die Reisenden im Vorfeld sehr genau über die Situation und die Autobahnsperren informiert haben", sagt Franz Wieser, Leiter des Landesmedienzentrums. Auch die Navigationssysteme hätten die Infos übernommen und würden die Autofahrer bei Staugefahr nicht in die Anrainergemeinden umleiten.

Gerade in den vergangenen Tagen seien vermehrt Anrufe von deutschen Autofahrerclubs und Medien eingetroffen. Das und die Tatsache, dass sich die Urlauber offenbar zeitversetzt in Richtung Süden aufgemacht hätten, habe grobe Probleme auf der Tauernautobahn bisher verhindert. "Sowohl der Öamtc als auch wir haben den Eindruck, dass sich viele schon am Freitag auf den Weg gemacht haben. Dementsprechend rechnen wir auch am Sonntag noch mit dichtem Urlauberverkehr", ergänzt Wieser.

In der Landespolizeidirektion wurde eine Einsatzzentrale eingerichtet. Dort beobachten Polizei, Asfinag und Vertreter des Landes die aktuelle Entwicklung. "Wir stehen auch in ständigem Kontakt mit den deutschen Kollegen."

Grenzkontrollen am Walserberg eingestellt, Verzögerungen bei Salzburg-Süd

Von Deutschland her wurde der Urlauberreiseverkehr um die Mittagszeit noch stärker. Am Nachmittag mussten Autofahrer, die auf der A8 zwischen Neukirchen und Bad Reichenhall unterwegs waren, mit etwa 45 Minuten Zeitverlust rechnen. In weiterer Folge gab es Kolonnenverkehr zwischen dem Walserberg und Hallein.

Die erste große Reisewelle ging am Samstag ohne größere Staus über die Bühne. SN/öamtc
Die erste große Reisewelle ging am Samstag ohne größere Staus über die Bühne.

"Aus Deutschland kommt einiges nach", sagt auch Aloisia Gurtner vom Öamtc. In Salzburg Süd reihten sich zu Mittag bereits Stoßstange an Stoßstange.

Am Grenzübergang Walserberg wurden die Grenzkontrollen unterdessen aufgehoben.

Alle aktuellen Verkehrsmeldungen finden Sie unter www.sn.at/verkehr.

Abfahrtssperren: Ferienregelung trat in Kraft

Bis Mitte August werden jeweils am Samstag und am Sonntag von 6 bis 20 Uhr Sperren der Abfahrten auf der Tauernautobahn zwischen Puch und St. Michael verordnet - ausgenommen ist der Zielverkehr. Betroffen sind 16 Abfahrten in beiden Fahrtrichtungen der Tauernautobahn.

Hintergrund: In Nordrhein-Westfalen und Teile der Niederlande starteten am Samstag in die Ferien, in Salzburg wurde deshalb ein Stauwochenende erwartet. Daher trat am Samstag erstmals die Ferienregelung in Kraft.

Zielverkehr von Sperren ausgenommen

Der Zielverkehr ist von den Sperren grundsätzlich ausgenommen. Aber: Bei Bedarf sollen zusätzlich die angekündigten Totalsperren der Abfahrten Puch-Urstein (Richtung München) und in Kuchl (in Richtung Villach) eingerichtet werden - das gilt auch für Einheimische und Lieferanten. Die bestehenden Fahrverbote für den Ausweichverkehr durch Grödig und Wals-Siezenheim bleiben aufrecht.

Quelle: SN

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