Chronik

Vater vergewaltigte seine eigenen Kinder

Im Pongau wohnhafter 56-Jähriger blitzte mit seiner Strafberufung ab: Es bleibt bei acht Jahren Haft.

Vater vergewaltigte seine eigenen Kinder SN/alswart - Fotolia
Symbolbild.

Monika Gföllner, die Vorsitzende Richterin des Berufungsgerichts, fand am Ende der Verhandlung klare Worte: "Hier ist sicher keine Reduzierung der erstinstanzlichen Haftstrafe möglich. Der Schuld- und der Unrechtsgehalt der verübten Taten ist überaus hoch."

Mit der Abweisung der Strafberufung durch den Drei-Richter-Senat des Oberlandesgerichts Linz bleibt es damit definitiv bei den acht Jahren Gefängnis für Azem N.: Der 56-Jährige mit österreichischen Pass hatte seinen drei - jetzt zwischen 18 und 22 Jahre alten - Kindern über Jahre hindurch ein schreckliches Martyrium beschert. Zwischen 2000 und 2013 hatte der bis heute nicht schuldeinsichtige Angeklagte seine beiden Töchter und seinen Sohn wiederholt vergewaltigt und sexuell missbraucht. Eine der Töchter war erst sieben Jahre alt, als sie der im Pongau wohnhafte Angeklagte brutal vergewaltigte. Laut Anklage erfolgten die Übergriffe zumeist dann, wenn die Ehefrau nicht anwesend war. Azem N. missbrauchte die Kinder demnach im elterlichen Schlafzimmer, im Dachboden, im Keller.

Angeklagter bis heute nicht schuldeinsichtig

Obwohl der vom Erstgericht im Dezember 2015 gefällte Schuldspruch schon vor längerer Zeit vom Obersten Gerichtshof zweifelsfrei bestätigt wurde, meinte der Angeklagte erneut, dass "alle Lüge ist, was die Kinder behaupten".

Opferanwältin Verena Riedherr hatte im erstinstanzlichen Prozess betont, dass "der Vater seinen drei Kindern die Kindheit gestohlen hat. Sie werden nie überwinden können, was er ihnen angetan hat". Im konkreten Fall lag der Strafrahmen bei einem bis zu zehn Jahren Haft.

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