Chronik

Verlassene Marderbabys aus Salzburg vor dem Hungertod gerettet

Das Nest der Findlinge war bei einem Hausabriss versehentlich zerstört worden.

Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler mit den beiden Marderbabys. SN/pfotenhilfe
Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler mit den beiden Marderbabys.

Bei einem Hausabriss in der Stadt Salzburg wurde versehentlich ein Mardernest zerstört. Zurück blieben zwei Babys mit noch geschlossenen Augen. Nachdem die Mutter auch Stunden später nicht mehr aufgetaucht ist, wandten sich die Finder an die Wildtierhotline des Tierschutzhofs Pfotenhilfe, wo die Waisen aufgenommen und versorgt wurden.

"Die entzückenden Fellknäuel waren erst geschätzte drei Tage alt und vollkommen hilflos. Sie bekommen jetzt alle drei Stunden das Flascherl von mir - auch nachts - und entwickeln sich prächtig. Den Fütterungszeitpunkt kann man nicht verschlafen, da sie sich lautstark melden, wenn sie Hunger haben", schildert Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler. Mittlerweile sei sogar noch ein drittes Marderbaby aus dem Bezirk Hallein dazu gestoßen. Es sei im letzten Moment vor einem Jäger gerettet worden, der es erschlagen habe wollen.

Mehrmals täglich werden Widtierwaisen oder verletzte adulte Wildtiere nach Rücksprache zur Pfotenhilfe gebracht und kontaktlos übergeben. Insgesamt versorgt der Tierschutzhof derzeit noch sieben Katzenbabys, zwei Feldhasen, drei Tauben, zwölf Amseln, zwei Stare, sechs aus der Winterruhe erwachte Igelbabys, sechs Eichhörnchen sowie zwei adulte verletzte Falken und einen adulten verletzten Bussard. Fünf Hasenbabys konnten nach erfolgreicher Aufzucht schon wieder ausgewildert werden.

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