Chronik

Vermisste Tourengeher unverletzt in Almhütte aufgefunden

Die Männer hatten wegen des heftigen Schneefalls Zuflucht in einer Hütte gesucht. Der Einsatzleiter der Bergrettung lobt ihr "kluges Verhalten".

Die Bergretter beim Einsatz auf den Genneralmen am Donnerstag.  SN/bergrettung
Die Bergretter beim Einsatz auf den Genneralmen am Donnerstag.

Die Suche nach den zwei vermissten Tourengehern konnte am Dreikönigsvormittag abgebrochen werden: Die Bergrettung fand die beiden Männer samt Hund unverletzt in der Gotthardhütte am Fuß des Gennerhorns. Sie hatten die Hütte am Mittwochnachmittag aufgebrochen, um sich vor dem starken Schneetreiben zu schützen. Die Bergretter starteten gleich am Mittwochabend die Suche nach den vermissten Männern (im Alter von 31 und 32 Jahren). Beide sind in der Stadt Salzburg wohnhaft, der jüngere ist nach Information der Polizei ein Oberösterreicher, der ältere ein Italiener.

Bergretter Johann Aschauer, ein Hinterseer und somit bestens ortskundig, leitete den Einsatz. Im SN-Gespräch schildert er das glückliche Ende der tagelangen Suche:
"Die beiden verbrachten die Nächte auf Donnerstag und Freitag in einer kleinen, abgelegenen Privathütte im Genneralmgebiet, konkret im Bereich hinter dem Gennerhorn. Nachdem am Freitag dank Wetterbesserung der Polizeihubschrauber zu einem Suchflug starten konnte, haben die beiden den Hubschrauber gehört und sind so gegen 10.30 Uhr aus der Hütte raus und haben gewunken."

Die beiden sagten, sie hätten sich bei ihrer Tour, zu der sie am Mittwochvormittag trotz sehr schlechtem Wetter, Schneesturm und Nebel aufbrachen, einfach "vergaloppiert". Mittwoch gegen 19 Uhr hätten sie dann die kleine Hütte gefunden, diese aufgebrochen. "Sie fanden auch Holz zum Einheizen und auch etwas zum Essen."

Dem Einsatzleiter zufolge war es klug von den beiden, in der Hütte auf Wetterbesserung zu warten. "Sie hatten Handys dabei, aber dort in diesem entlegenen Bereich gab es keinen Empfang."

Lange Suche nach den Vermissten

Donnerstagnacht war die Suche nach den beiden abgebrochen worden, Freitag in der Früh waren die Bergretter wieder im Einsatz. Sie waren über Nacht auf der Bergrettungsdiensthütte Genneralm geblieben.

Im Einsatz waren 20 Bergretter, fünf Alpinpolizisten sowie das Team des Polizeihubschraubers.
Die Suchaktion war aufgrund der widrigen Bedingungen (große Neuschneemengen, Verwehungen und Lawinengefahr) für die Einsatzkräfte stark erschwert.
Am Donnerstag lautete die Zwischenbilanz der Retter: "Wir haben alle Bereiche abgesucht, die wir absuchen konnten," sagte Maria Riedler von der Bergrettung Salzburg. "In viele steilere Bereiche konnten wir wegen der hohen Lawinengefahr aber nicht gehen."

Das Duo hatte sich am Mittwoch gegen 9 Uhr vom Parkplatz Lämmerbach bei Hintersee aus mit ihren Splitboards auf den Weg gemacht. Sie wollten eigentlich nur zur Genneralm in 1300 Metern Höhe aufsteigen und hatten einen Hund dabei. Als die beiden nach Einbruch der Dunkelheit nicht zurückkamen, alarmierten Angehörige gegen 18.50 Uhr die Bergrettung. Die stieß am Parkplatz auf das Auto der Salzburger. Einer der Männer gilt als erfahren und war mit einem Lawinenairbag ausgestattet. Es war nicht klar, ob die beiden weiter auf einen Gipfel gegangen waren.

Quelle: SN-Wid

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