Chronik

Verschenken statt wegwerfen

Bei PAP kann man nicht nur Textilien und andere wichtige Gegenstände zu günstigen Preisen erstehen: Im Geschäft steht auch ein Kühlschrank zum kostenlosen Selbstbedienen.

„Jeder Besucher kann sich bei unserem Kühlschrank bedienen“, freuen sich Martina Simoncic und Nicole Gruber-Birnbacher über das neue „Foodsharing-Angebot. SN/sw/riedler
„Jeder Besucher kann sich bei unserem Kühlschrank bedienen“, freuen sich Martina Simoncic und Nicole Gruber-Birnbacher über das neue „Foodsharing-Angebot.

"Unser Ziel ist es, ein möglichst niederschwelliges Angebot zu schaffen", sagt Nicole Gruber-Birnbacher. Sie hat gemeinsam mit Martina Simoncic das Angebot von "Foodsharing" auf ehrenamtlicher Basis in die Räume von PAP gebracht.

Leider werden immer noch zu viel Lebensmittel weggeworfen, Schätzungen zufolge landet gut ein Drittel im Müll.

Ab sofort kann man nicht nur alte Textilien zum PAP bringen, sondern dort auch einen riesigen Kühlschrank mit Lebensmitteln füllen: "Etwa, wenn jemand auf Urlaub fährt. Man kann einfachst weitergeben, was man nicht braucht", meint Gruber-Birnbacher.

Jeden Montag wird der Kühlschrank (gesponsert von Red Zac/Kappacher) durch Unterstützung von zwei Lebensmittelgeschäften in Schwarzach gefüllt: "Wir haben im Probebetrieb gesehen, dass er manchmal schon am Dienstag wieder leer ist", sagt die Geschäftsführerin von PAP, Simoncic. "Jeder Besucher unseres Ladens kann sich auch bedienen. Das wird sehr gerne angenommen."

"Bedürftigkeit ist kein Thema. Denn viele Menschen schämen sich und nützen vielleicht Angebote nicht, wofür sie sich registrieren lassen müssen. Armut hat durch Corona noch erschreckend zugenommen", weiß Gruber-Birnbacher, "das ist leider trauriger Fakt. Besonders viele alte Menschen, Alleinerzieherinnen oder Arbeitslose sind betroffen. Und die Stigmatisierung ist groß."

Bei diesem neuen Angebot sei aber auch die "Kreislaufwirtschaft" zentral. Bevor Lebensmittel weggeworfen werden, holt man sie ab. "Und wirklich jeder kann sich daran beteiligen. Das ist definitiv nicht nur für ärmere Menschen. Das Projekt ist ausbaufähig und weitere Betriebe könnten das genauso anbieten und mitmachen."

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