Chronik

Faschingsumzug in Anif: Kunterbunt und lautstark durch die Straßen

Spielzeugsoldaten, kleine Krümmelmonster und feuchtfröhliche Musiker: Der Faschingsumzug in Anif bot Sonntag allerhand närrisches Treiben.

Die Anifer Krampusse sind auch außerhalb ihrer Saison rund um die Vorweihnachtszeit nicht zu überhören und auch nicht zu übersehen. "Denn wir sind immer die lautesten und die größten bei diesem Umzug", sagt Obmann Michael Friesacher. Und so zogen er und seine Kollegen Sonntagnachmittag in einem zum überdimensionalen Panzer umgebauten Anhänger, gezogen von einem Tieflader, von Niederalm ins Anifer Ortszentrum. Vier Wochenenden haben die 37 Mitglieder der Anifer Krampusse daran gezimmert und geschraubt. Verkleidet waren sie am Sonntag als Toysoldiers. Von Kopf bis Fuß grüne Soldaten mit Spielzeugwaffen in ihren Händen.

Seit 1996 findet in der Flachgauer Gemeinde zum Höhepunkt des Faschings einer der größten Umzüge des Landes statt. Organisiert wurde die Veranstaltung diesmal von der Freiwilligen Feuerwehr in Anif. Bisher war es Sache der Gemeinde. Ortsfeuerwehrkommandant Bernhard Stöllinger: "Wir dachten, jetzt sind wir mal dran, die Organisation dieses Faschingsumzugs zu übernehmen und Engagement zu zeigen."

24 Wagen waren dabei. Vom örtlichen Tennisverein als Käfig voller Narren über eine Abordnung von Faschingsnarren aus Kuchl, eine Schar Ordensschwestern im Stil des Kinohits "Sister Act" bis hin zur Roten Elektrischen - im Jahr 1909 die erste elektrische betriebene Stadt- und Lokalbahn in Salzburg, für den Faschingsumzug liebevoll nachgebaut von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Anif. "Wir haben den öffentlichen Nahverkehr zu unserem Thema gemacht, weil er ja auch ansonsten immer ein heißes Thema ist. Gerade jetzt vor den Wahlen", so Stöllinger, der so wie die meisten seiner Kollegen in einer alten Uniform der Salzburger Lokalbahn unterwegs war.

Gewiss ein Höhepunkt des Umzugs waren einmal mehr die Mannen der Fetzenmusi aus Kuchl. Mitglieder der Musikkapelle sowie des Schützenvereins aus der Tennengauer Gemeinde schließen sich ein Mal im Jahr zur Fetzenmusi bzw. zu den Fetzenschützen zusammen. Mit selbstgebauten Instrumenten spielen sie auf, die Marketenderinnen Laurenzia und Simone warten mit einem "Schnapsei" auf, die Schützen zeigen ihre "waghalsigen" Manöver. Da finden sich Posaunen aus Rohren und Kübeln, Pauken aus uralten Zubern zusammengeschustert. Wichtig: Sie müssen spielfähig sein. Obmann Michael Rest: "Das ist eine alte Tradition, die gibt es seit fast 50 Jahren, und wir sind bemüht, sie am Leben zu erhalten." Die Zuschauer quittierten ihre Vorführung mit viel Gelächter und Applaus.

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