Chronik

Video: Neue Ortseinfahrt für Halleins Norden

15 Jahre standen die Häuser bei der Halleiner Nordeinfahrt leer. Jetzt werden am so genannten Plötzeneder-Bühel 70 Wohnungen und eine Geschäftszeile gebaut. In knapp zwei Jahren soll das Projekt fertig gestellt sein.

Autofahrern und Fußgängern ist es schon seit Jahren ein Dorn im Auge: das grüne Eckhaus auf dem Plötzeneder-Bühel bei der Halleiner Nordeinfahrt. Die Engstelle zwischen Haus und Hang kann nicht von zwei Lkw oder Bussen gleichzeitig passiert werden, die Gehsteige sind mit 30 Zentimetern mehr als schmal, das Haus verdeckt die Sicht.

In zirka zwei Wochen wird dieses Bild der Vergangenheit angehören. So lang dauert es, das grüne Eckhaus abzureißen oder besser gesagt: "rückzubauen", wie es in der Fachsprache heißt. Beauftragt wurde die Firma von Klaus Gumpold: "Mit der Abrissbirne können wir das nicht machen, das ist kontraproduktiv. Wenn sich die einzelnen Baustoffe miteinander vermischen, wird die Entsorgung sehr teuer", erklärt Gumpold.

Beim Abreißen unmittelbar an der stark befahrenen Salzburger Straße (Teil der B159) muss besonders auf den Verkehr Rücksicht genommen werden. Kurze Behinderungen seien möglich, sagt Projektmanager Ditfried Kurz von der Halleiner Firma 4plus-Management: "Sobald das Eckhaus abgerissen ist, wird der Gehsteig verbreitert." Ditfried Kurz war zu Beginn der 1990er-Jahre Bauamtsleiter der Stadt Hallein, unter seinem Vater, Bürgermeister Franz Kurz (SPÖ). Die Verbindung zu Hallein ist geblieben. Gemeinsam mit dem Halleiner Immobilien-Entwickler Andreas Pilz arbeitet Kurz seit fünfeinhalb Jahren intensiv an der Revitalisierung der Halleiner Nordeinfahrt - das Ergebnis ist ein Projekt mit dem symbolträchtigen Namen "Neues Ufer".

Viele Hoffnungen hängen daran. Bürgermeister Gerhard Anzengruber (ÖVP) formuliert es so: "Das Entree einer Stadt hat immer auch mit Image zu tun. Die Halleiner Nordeinfahrt liegt derzeit im Dornröschenschlaf. Die Stadt kann daraus aus eigener Kraft nicht aufwachen." Mit dem Abriss des Eckhauses ist nun der Startschuss für den Aufbruch ans "Neue Ufer" gefallen: Ende September oder Anfang Oktober ist die Bauverhandlung geplant, rund um den Jahreswechsel der Baubeginn.

Mehr als 70 Wohnungen sollen entstehen, 3400 m2 sind für Geschäfts-, Büro- und Gastronomieflächen reserviert. In Summe würden hier zwischen zwölf und 15 Millionen Euro investiert, sagt Immobilienhändler Andreas Pilz.

Die Salzburg Wohnbau errichtet 54 geförderte Miet- bzw. Eigentumswohnungen auf dem nördlichen Teil des Grundstücks Richtung Umfahrungsbrücke Bad Dürrnberg. Auf dem südlichsten Teil, Richtung Colloredobrücke, entstehen neun exklusive Wohnungen mit Glas- und Sichtbeton-Elementen. Den Mittelteil bildet das denkmalgeschützte Torhaus mit acht Wohnungen. Eine überdachte Passage verbindet die drei Teile miteinander.

Das salzachseitige Erdgeschoß ist für eine Geschäftszeile reserviert. Die Projektentwickler wünschen sich einen Nahversorger. Billa habe leider vom aktuellen Standort auf der Pernerinsel nicht übersiedeln wollen, bedauert Andreas Pilz.

Aufgerufen am 23.04.2018 um 03:57 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/video-neue-ortseinfahrt-fuer-halleins-norden-4464796

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