Chronik

Rechtsextreme Identitäre trafen bei einer Kundgebung in Salzburg auf eine Überzahl an Gegendemonstranten

Etwa 15 Anhänger der Identitären mussten sich den Platz für ihre Kundgebung am Salzburger Mozartplatz am Samstagvormittag mit etlichen Gegendemonstranten teilen.

Wohl etwas mehr als 50 Vertreter von Antifaschisten, Omas gegen Rechts und der Plattform gegen Rechts wollten das Feld in der Salzburger Innenstadt nicht den rechtsextremen Identitären überlassen. Sogar einzelne asiatische Touristen verirrten sich unter die Kundgebungsteilnehmer - sie wollten die Mozartstatue fotografieren, vor der die Identitären ihren Stand aufgebaut hatten. Das Zusammentreffen verlief teilweise lautstark, aber ohne Zwischenfälle. "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda", skandierten die Gegendemonstranten. Sie waren mit Regen- bzw. Sonnenschirmen ausgestattet, um den Infostand der Identitären, ein gelbes Zelt samt Liegestühlen, abzuschirmen.

"Teil der Demokratie"

"Es ist eine Schande, dass die hier auf dem Boden des Weltkulturerbes auftreten dürfen", meinte eine Demonstrantin mit Schirm. "Glauben Sie, dass wir nicht auch Teil der Demokratie sind?", fragte ein Identitären-Anhänger. Die bis 15 Uhr genehmigte Veranstaltung wurde von einem Großaufgebot der Polizei begleitet und beobachtet.

Seitens der Polizeipressestelle hieß es Samstagmittag, dass man die Situation im Griff habe.

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