Chronik

Wirtschaftsgebäude bei Großbrand in Straßwalchen zerstört

Mehr als 120 Feuerwehrleute bekämpften die Flammen. Verletzt wurde niemand. Der Brand dürfte bei Schweißarbeiten entstanden sein.

Großalarm am späten Montagvormittag im Straßwalchener Ortsteil Voglhub: Ein Wirtschaftsgebäude, in dem mehrere Landmaschinen, darunter Traktoren, und ein Oldtimer untergebracht waren, war gegen elf Uhr in Flammen aufgegangen. "Wir haben schon bei der Anfahrt eine starke Rauchsäule gesehen", sagte Adolf Schmidt, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Straßwalchen. Er ließ die Alarmstufe auf 3 erhöhen und Verstärkung von umliegenden Feuerwehren und Löschzügen anfordern.

Zu diesem Zeitpunkt stand das Gebäude, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Wohnhauses befindet, in Vollbrand. "Wir haben mit Tanklöschfahrzeugen die Brandbekämpfung begonnen und mit Pumpenfahrzeugen die Wasserversorgung von einem nahe gelegenen Bach sichergestellt." Dafür verlegten die Feuerwehrleute vier je 200 Meter lange Löschwasserleitungen.

Explosionsgefahr: Feuerwehr musste Gasflaschen kühlen

Zwischenzeitlich herrschte Explosionsgefahr. In der im Gebäude untergebrachten Werkstätte befanden sich zwei Gasflaschen, die laut Schmidt mit Wasserwerfern "massiv gekühlt" werden mussten. Bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte war eine Flasche wegen der Hitze geborsten. Nach gut zwei Stunden war der Brand so weit eingedämmt, dass erste Feuerwehren den Einsatz wieder beendeten.

Um die letzten Glutnester zu löschen, rückte schweres Gerät an, weil der Dachstuhl einsturzgefährdet gewesen sei, sagte der Einsatzleiter. Darum wurden die Überreste des Gebäudes mithilfe eines Krans eines Entsorgungsunternehmens nach und nach abgetragen.

Laut Schmidt sollte der Einsatz der Feuerwehrleute für Nachlöscharbeiten noch bis in die Abendstunden dauern. Insgesamt waren mehr als 120 Freiwillige aus Straßwalchen, Eugendorf und Neumarkt sowie aus dem benachbarten Oberösterreich an Ort und Stelle. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Sachschadens ist unklar, es ist jedenfalls mit einer sechsstelligen Summe zu rechnen. Die Polizei führt Brandermittlungen.

Bürgermeisterin: "Glück im Unglück"

Straßwalchens Bürgermeisterin Tanja Kreer, die die Familie persönlich kennt, machte sich ein Bild vom Einsatzgeschehen. Der Besitzer des Hofs, der nicht mehr als Landwirtschaft betrieben werde, sei gerade mit Schweißarbeiten beschäftigt gewesen, als das Feuer ausgebrochen sei, schilderte die Bürgermeisterin. Der Mann habe eine Pause gemacht und sei ins Haus gegangen, um ein Glas Wasser zu trinken. "Als er herausgekommen ist, ist das Gebäude in Vollbrand gestanden", sagte die Bürgermeisterin, die von "Glück im Unglück" sprach.

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