Chronik

Viel Regen und ziemlich nass: Kein Sommer der Extreme

Der meteorologische Sommer wird in diesen Tagen Geschichte und schon ziehen Experten Bilanz. Fest steht: Dieser Sommer war unvergleichlich.

Viele empfanden den Sommer - noch ist er ja nicht ganz vorbei - als "nicht besonders warm". Das liege daran, dass man noch die heißen Sommer von 2014 und 2015 im Hinterkopf habe, sagt Bernhard Niedermoser, Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Besonders der vergangene Sommer hatte es in sich: Es war der zweitheißeste seit Beginn der Messgeschichte im Jahr 1767.

Jener Sommer 2016 war der elftwärmste. 46 "Sommertage" (mindestens 25 Grad) gab es heuer in der Stadt Salzburg. Wirklich heiß wurde es allerdings selten: In der Landeshauptstadt betrug die Anzahl der Hitzetage (mindestens 30 Grad) gerade einmal zehn. Letztes Jahr gab es 40 solcher Hitzetage.

Besonders in der Stadt Salzburg viel Regen

In der Mozartstadt gab es den meisten Regen in ganz Österreich: An 22 Tagen verzeichneten Meteorologen Niederschläge von mindestens zehn Millimetern. Dabei blieb der Norden Salzburgs von größeren Unwettern verschont, die vermehrt in Bayern, Oberösterreich und der Steiermark auftraten.

"Das Besondere heuer waren sicher die relativ großen Regenmengen in kurzer Zeit, die oft auch zu Überschwemmungen und Muren geführt haben", sagt Klimatologe Alexander Orlik von der ZAMG.

Sonnenanbeter können sich auf die kommenden Tage freuen: "Der Sommer hat im Juni eigentlich schlecht begonnen, im Juli gab es vermehrt trockene Tage und jetzt im August gibt es ein furioses Finale", sagt Niedermoser. Und er wagt noch einen Prognose-Blick auf seine Wetterkarten. Der September werde mild und trocken. Besonders die erste Septemberwoche könne noch mit durchaus sommerlichen Temperaturen um die 25 Grad aufwarten.

Sehr wenige Blitze in diesem Jahr

In Österreich schlug von Jänner bis August 98.055 Mal ein Blitz ein. Das ist in der 25-jährigen Messgeschichte des österreichischen Blitzortungssystems ALDIS nur Rang 21. Letztes Jahr gab es deutlich mehr Blitzeinschläge, nämlich 131.924 im ganzen Land.

Die vorläufige Bilanz der ZAMG bezieht sich auf den meteorologischen Sommer, der von Juni bis August dauert. Obwohl der August noch nicht ganz zu Ende ist, versendet die ZAMG bereits am Freitag ihre Bilanz, auf Grund von vermehrten Anfragen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.11.2018 um 01:14 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/viel-regen-und-ziemlich-nass-kein-sommer-der-extreme-1123954

Schlagzeilen