Chronik

Viele Coronafälle: Land verhängt Ausfahrtsbeschränkungen über St. Koloman

Die Politik zieht die Konsequenzen aus den steigenden Infektionszahlen. Auch landesweit gibt es eine Verschärfung der Maßnahmen.

Die Gemeinde im Tennengau weist landesweit die niedrigste Impfquote auf. SN/thomas sendlhofer
Die Gemeinde im Tennengau weist landesweit die niedrigste Impfquote auf.

Die Ampel-Kommission hat Salzburg erneut auf Rot gestuft, nun verschärft das Land die Maßnahmen. "Wir beobachten das dynamische Infektionsgeschehen im Tennengau aktuell sehr genau. Aufgrund der hohen Zahl an Ansteckungen sowie der außerordentlich niedrigen Impfrate in St. Koloman haben wir uns in Absprache mit den Gesundheitsbehörden sowie dem Bürgermeister für Ausreisebeschränkungen entschieden, um die Infektionsketten effektiv zu unterbrechen", hieß es am Freitag von Gesundheitsreferent LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP).

Ausfahrt nur mit 2,5-G-Nachweis

Die Polizei kontrolliert ab Montag die Ausfahrt aus dem Ort nach der 2,5-G-Regel - geimpft, genesen oder PCR-getestet (drei Tage gültig). Dafür kündigt das Land zusätzliche Testmöglichkeiten und Impfaktionen in St. Koloman an. Zudem soll es verstärkte Kontrollen der Quarantänebestimmungen geben. Der Warenverkehr ist von der Regelung nicht betroffen. Die Maßnahme soll vorerst bis 31. Oktober gelten.

Erst 40 Prozent der Bewohner geimpft

Die Gemeinde weist die niedrigste Impfquote in Salzburg auf. Laut den Daten des Gesundheitsministeriums sind dort 40,4 Prozent der Bevölkerung vollimmunisiert. Die Sieben-Tage-Inzidenz in St. Koloman beträgt laut Landesstatistik 1122. Das dynamische Infektionsgeschehen im gesamten Tennengau (sechs von dreizehn Gemeinden haben eine Inzidenz jenseits von 400) wirke sich auf die Entwicklung im gesamten Bundesland aus.

FFP2-Masken-Pflicht ausgedehnt

Daher gibt es auch landesweit Verschärfungen. Die FFP2-Masken-Pflicht gilt bis auf Weiteres für den gesamten Handel und bei körpernahen Dienstleistungen. In besonders betroffenen Gebieten sollen ebenfalls die Quarantänemaßnahmen schärfer kontrolliert werden. "Das wird zweifelsohne eine Herausforderung für alle betroffenen Bürger und Pendler, aber auch für alle, die mithelfen und an der Abwicklung der Ausfahrtsbeschränkungen beteiligt sind. Trotzdem ist diese konsequente Maßnahme dringend nötig, um die Infektionen wieder einzudämmen", wurde Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) in einer Aussendung des Landes zitiert.

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