Chronik

Vier stürmische Damen sorgten in Salzburg für gute Luftqualität

"Petra", "Sabine", "Yulia" und "Bianca" fegten im Februar über das Land. Eine Folge: Die Schadstoffbelastung der Luft sank merklich. Die Mittelwerte für Feinstaub im Zentralraum lagen etwa um mehr als 50 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.

Viel Sturm – wenige Schadstoffe in der Luft. Diese Gleichung galt im Februar nicht nur in Salzburg.  SN/lmz
Viel Sturm – wenige Schadstoffe in der Luft. Diese Gleichung galt im Februar nicht nur in Salzburg.

Eine Serie von vier Tiefdruckgebieten sorgte im Februar für turbulentes Wetter, aber gleichzeitig auch für eine ausgesprochen gute Luftqualität. Das lässt sich in der Monatsbilanz zur Luftgüte im Land ablesen. Durch ständig milde und frische Atlantikluft wurden die Schadstoffe rasch verdünnt. Und: Es gab keine Anreicherung von bodennahen Schadstoffen durch längere Inversionswetterlagen.

"Sabine" blies mit 123 km/h auf dem Haunsberg am stärksten

Sturmtief "Petra" verursachte am 4. Februar einen turbulenten Monatsbeginn. Eine Woche später sorgte Orkantief "Sabine" europaweit für Orkanböen. Das kleinräumige, aber kräftige Sturmtief namens "Yulia" brachte am 23. Februar an der Alpennordseite ungewöhnlich milde, aber stürmische Tage. Am Monatsende sorgte schließlich "Bianca" für frische Luft vom Atlantik und stürmische Verhältnisse vor allem in den nördlichen Landesteilen. Alle vier Sturmtiefs sorgten an der Messstelle auf dem Haunsberg für Windspitzen von mehr als 100 km/h - wobei "Sabine" mit 123 km/h in die Kategorie Orkan fällt.

Bei Stickstoffdioxid die niedrigsten Werte in der Messgeschichte

Die Monatsmittelwerte von Feinstaub lagen an den Messstellen im Salzburger Zentralraum um mehr als 50 Prozent und in den Gebirgsgauen um rund 30 Prozent unter dem langjährigen Schnitt. An keinem einzigen Tag im Februar wurde der Tagesgrenzwert überschritten. Auch beim Stickstoffdioxid wurden die niedrigsten Februarmittelwerte seit Messbeginn gemessen. An den verkehrsnahen Standorten lagen die Mittelwerte um bis zu 37 Prozent unter dem langjährigen Februardurchschnitt.

Besonders feucht war es in St. Veit, besonders sonnig im Lungau

Meteorologisch gesehen war der Februar österreichweit der zweitwärmste Februar der Messgeschichte. Die Lufttemperatur lag in Zell am See um 1,4 Grad und in Mattsee um 5,2 Grad über den Mittelwerten des Vergleichszeitraums 1981 bis 2010. Die Niederschlagsmengen waren unterschiedlich verteilt und reichten von 84 Prozent an der Messstelle Bad Gastein bis 224 Prozent an der Messstelle in St. Veit im Pongau. Es wurden 15 bis 20 Tage mit Niederschlag aufgezeichnet. Die Sonnenstunden erreichten 63 bis 170 Prozent der Klimamittelwerte, wobei es im Lungau den meisten Sonnenschein gab.

Quelle: SN

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