Chronik

Vom Frieden und von alten Sprachen

Das Gymnasium St. Johann im Pongau geht kreative Wege bei der Vermittlung scheinbar "schweren Stoffs".

Der Tennecker Tobias Kröpfl als Götterbote Hermes im Stück „Der Frieden“. SN/sw/bg st. johann
Der Tennecker Tobias Kröpfl als Götterbote Hermes im Stück „Der Frieden“.

Die griechische Antike oder der Lateinunterricht gelten ja gemeinhin als bei Schülern nicht wirklich beliebt. Umso mehr sind die Lehrer gefordert, diesen scheinbar "schweren Stoff" interessant zu vermitteln. Am Gymnasium der Bezirkshauptstadt gelingt dies sehr gut, wie zwei Beispiele zeigen:

So führte am 21. Juni die 5R-Klasse (Klassenvorstand Eva Marchner) die Aristophanes-Komödie "Eirene - der Frieden" auf. Regie führte kein anderer als Mathias Schuh, der Leiter und Mitbegründer der theaterachse Salzburg. 19 Schülerinnen und Schüler - alle im Alter von 14 und 15 Jahren - wirkten als Schauspieler mit. Es spielten (in alphabetischer Reihenfolge) Johannes Bauer aus Werfen, Lukas Bijelic (Altenmarkt), Gregor Heidemann (St. Johann), Benedikt Höllwart (Mühlbach), Tobias Kröpfl (Tenneck), Annalena Leszko (Bad Hofgastein), David Löcker (Tenneck), Sophia Moser (St. Johann), Ümran Öztürk (St. Johann), Kujtim Pesi (St. Johann), Elias Pichler (Wagrain), Verona Ramadani (Bischofshofen), Wolfgang Rohrmoser (St. Johann), Maria Schmid (St. Johann), Tatjana Schroth (St. Veit), Leon Stöckl (Bad Hofgastein), Maxim Sytsevich (St. Johann), Sila Tathan (St. Johann) und Anna Tripold (St. Michael).

Sie alle hauchten dem antiken Stück, das um 420. v. Christus in der ersten Phase des Peloponnesischen Kriegs entstand, Leben und Aktualität ein. So überzeugte das pazifistische Engagement des antiken Komödiendichters Schüler und Zuseher gleichermaßen. Lebendiger kann Geschichte, Literatur und Mythologie nicht gelehrt werden.

Erfolgreich bei der Euroclassica

Kommen wir zum Beispiel Nummer 2, der Euroclassica. Zum zweiten Mal haben heuer die Lateinschülerinnen und -schüler der 4. Klassen neben Jugendlichen aus insgesamt 26 europäischen Ländern wie Griechenland, Tschechien oder Finnland, an der heurigen EUROCLASSICA - European Certificate for Classics (ECCL) - teilgenommen. Auf der Basis eines Textes über die Zerstörung Trojas mussten 40 Multiple-Choice-Fragen zu Inhalt, Grammatik, Interpretation und Kulturkunde beantwortet werden. Nach Absolvierung dieses europäischen Examens für klassische Sprachen auf dem ersten Level (Vestibulum) konnten sich Julia Rieser und Jonas Wabnig über ein Zertifikat in der Kategorie Silber, Liv Bubendorfer, Ines Kahrimanovic, Aenea Rindler und Lorenz Rindler über eines in der Kategorie Bronze freuen. Dieses wurde am 22. Juni im Rahmen der lateinischen Theateraufführung "Amor vincit omnia" von Direktor Aumüller überreicht.

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