Chronik

Vom Lungau ins Himmelreich

In "Josefs Himmelreich" verführen Josef Kellner und Jasmin Wieland ihre Gäste kulinarisch.

Die Liebe führte Jasmin Wieland aus St. Margarethen und den Niederösterreicher Josef Kellner zusammen. Ein lang gehegter Lebenstraum des Kochs ging jetzt in Erfüllung. In Zaußenberg am Wagram - Bezirk Tulln - eröffneten die beiden am 1. März 2019 ihr kleines, feines Restaurant "Josefs Himmelreich". Josef Kellner: "Bei uns gibt es sechs Tische für maximal 24 Personen. In der Regel kommen zehn bis 15 Personen zu uns. Bei uns genießt man Auszeit und entschleunigt."

Das Restaurant befindet sich in einem traditionsreichen Bauernhaus beim Weingut Fritz. "Josef Fritz ist besonders für seinen Roten Veltliner bekannt. Die Räumlichkeiten wurden drei Jahre lang umgebaut. In der kleinen, aber modernen Küche muss der Ablauf genau durchdacht sein, damit ich mir nicht selbst im Weg stehe", schmunzelt er. Josef Kellner absolvierte eine Kochlehre in der Großkaserne in Langenlebarn (NÖ). "Es ist prinzipiell egal, wo man lernt. Es braucht Ehrgeiz. Jeder Koch braucht ein Ego, damit man sich selbst herausfordert." Nach Stationen am Wörthersee, Arlberg oder Saalbach arbeitete er von 2015 bis 2018 als Sous-Chef im Mesnerhaus in Mauterndorf. "Dort waren wir ähnlich klein aufgestellt, wodurch man viel lernt und überall dabei ist", sagt der 26-Jährige. In dieser Zeit lernte er auch seine Lebensgefährtin Jasmin Wieland kennen. Während ihrer schulischen Ausbildung - mit Maturaabschluss - am "multiaugustinum" - jobbte sie in den Ferien auf der Branntweinerhütte. Im Fitnesscenter "Alive 656" in St. Michael kam sie durch die Ausbildung zur Fitnessbetreuerin auch stark in Kontakt mit Ernährung. In Josefs Himmelreich ist sie die herzliche Seele im Service, hilft aber auch überall sonst mit. "Wir wollen eine bodenständige, natürliche Atmosphäre schaffen, wo sich der Gast wohlfühlt. Mein Dialekt kommt bei den Gästen sehr gut an und der Lungau wird dadurch oft zum Gesprächsthema. Dass es so gut läuft, hätten wir uns nicht gedacht", sagt die 24-Jährige.

Geöffnet ist das Restaurant Mittwoch und Donnerstag ab 18 Uhr, Freitag bis Sonntag zu Mittag und am Abend. Motivation war vor allem die Selbstständigkeit: "Man will sich selbst verwirklichen. Es ist aber anstrengend und beginnt beim Einkauf und geht über die Abrechnung bis hin zum Putzen. Unterm Strich überwiegt aber die Unabhängigkeit", sagt Kellner. Motto der beiden ist: "Gut, ehrlich essen". "Als Koch braucht es Gespür und Leidenschaft. Jeder Koch macht aus einem Rezept etwas anderes." Besonders auf nachhaltige und regionale Zubereitung wird in "Josefs Himmelreich" Wert gelegt. "Wir kochen regional und saisonal. Man lebt mit der Natur und dem Garten. Im Winter ist kein frisches Gemüse verfügbar. Dann greift man auf Lagergemüse wie Sellerie, Karotten, Kraut und Rüben zurück. Ächtleng und Schwammerl nehmen wir auch gerne aus dem Lungau mit."

Fehlt der St. Margarethenerin ihre Heimat? "Es ist schon eine Umstellung. Ich komme gern heim - mindestens ein Mal im Monat - und freue mich dann besonders auf meine Familie und meine Freunde."

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