Chronik

Vom Maurerlehrling zum Bürgermeister

Herbert Eßl entwickelte sich beruflich von der Pike auf weit nach oben. Heute ist er Teilhaber eines Architekturbüros und seit 23. Mai Bürgermeister.

Beim 70-Jahr-Jubiläum der TMK St. Margarethen hatte Herbert Eßl seinen ersten öffentlichen Auftritt. Gemeinsam mit der Bürgermusik Mauterndorf erwies er der jubilierenden Kapelle die Ehre. SN/sw
Beim 70-Jahr-Jubiläum der TMK St. Margarethen hatte Herbert Eßl seinen ersten öffentlichen Auftritt. Gemeinsam mit der Bürgermusik Mauterndorf erwies er der jubilierenden Kapelle die Ehre.

Zur Politik sei Herbert Eßl damals um das Jahr 2000 klassisch überredet worden. "Ich habe mir früher keine politischen Gedanken gemacht. Peter Wirnsperger, damaliger Ortsobmann der ÖVP, hat mich um die Mitarbeit in der Gemeinde angesprochen. Nach einer Bedenkzeit dachte ich mir, wenn jeder Nein sagt, bleibt die Demokratie irgendwann auf der Strecke", erinnert sich der 57-Jährige. 2004 wurde der Mauterndorfer als Gemeinderat angelobt. Fünf Jahre später stieg er zum Vizebürgermeister auf. "Es war und ist irrsinnig interessant. Es geht in der Kommunalpolitik um Themen, die man im herkömmlichen Leben nicht kennt. Als Außenstehender kritisiert man Dinge vielleicht schneller. Wenn man mitarbeitet, erkennt man die Zusammenhänge und die Sachzwänge", sagt der neue Ortschef.

Aufgewachsen ist Herbert Eßl als jüngster Sohn mit fünf Geschwistern. Beruflich begann er seine Laufbahn mit einer Maurerlehre bei der ehemaligen Baufirma Langeder. Die Polierschule meisterte er mit Auszeichnung. Mit Anfang 20 entschied er sich für eine zusätzliche Ausbildung und absolvierte die HTL für Bautechnik in Salzburg. Rund 30 Jahre lang war er Bautechniker bei Architekt Christian Gernat, realisierte Projekte bis nach Wien: "Man kann in meinem Beruf etwas bewegen und sieht Projekte entstehen. Ich habe gelernt, dass man als Unternehmer hohe soziale Kompetenz zeigen kann. Ich habe alles von der Pike auf gelernt und alle sozialen Schichten in der Gesellschaft kennengelernt. Dass ist wichtig für das Verständnis im Miteinander", sagt Eßl. Seit Juli 2016 ist er gemeinsam mit Wolfgang Lackner und Edi König Teilhaber der Firma Bauvorsprung. Seit 1. Mai hat er seine Einsatzzeiten um die Hälfte reduziert. Im Vorjahr hat ihn Altbürgermeister Wolfgang Eder als Wunschkandidat für seine Nachfolge präsentiert: "Für mich war relativ schnell klar, dass ich das Amt übernehmen möchte. Es ist ein typisches Beispiel im Leben dafür, dass man eine gewisse Lebensplanung aufstellen kann, das Leben dich dann aber auf ganz andere Plätze stellt. Man muss so ein Amt mit Demut betrachten. Ziel ist es, für den Ort gute Perspektiven zu schaffen." Ein brennendes Problem sei die Baulandsituation: "Wir haben Bauland, aber kein verfügbares. Wir brauchen leistbare Grundstücke für junge Familien." Höchste Priorität legt er auf die Fertigstellung des räumlichen Entwicklungskonzeptes (REK). Ein Gemeindebauhof soll bis 2020 in Ortsnähe erbaut werden.

Ein besonderes Anliegen ist ihm auch die Ortskernstärkung: "Wichtig sind Gespräche mit den Besitzern der historischen Gebäude über die künftige Nutzung. Der ganze Ortskern gehört belebt. Wir sitzen auf einer Schatztruhe, aber wir bekommen den Deckel nicht auf."

Quelle: SN

Aufgerufen am 16.08.2018 um 12:15 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/vom-maurerlehrling-zum-buergermeister-28938343

Im Lungau ist der hohe Festtag heuer noch höher

Im Lungau ist der hohe Festtag heuer noch höher

Mariä Himmelfahrt ist an sich schon ein hoher Festtag. Für Mariapfarr im Lungau ist heuer der 15. August, das Fest der Schutzheiligen Maria, ein noch höherer Feiertag. Der Papst hat die größte Pfarrkirche des …

Lessach: Traktor stürtzte über steile Böschung

Lessach: Traktor stürtzte über steile Böschung

Ein 41-jähriger kam am Samstag mit seinem Traktor von einem Lessacher Güterweg ab. Der Traktor samt Anhänger stürzte über eine steile Böschung und kam erst nach knapp 30 Metern zum Stillstand. Der Anhänger …

Schlagzeilen