Chronik

"Vorzeigeprojekt AMS Bischofshofen"

Bei der Neueröffnung des Arbeitsmarktservice (AMS) gab es lobende Worte für den Standortleiter.

Freuten sich mit zahlreichen Besuchern über neuen Räume: v.l. Thomas Burgstaller (AMS Bischofshofen), AMS Salzburg Geschäftsführerin Jacqueline Beyer und AMS Vorstand Josef Kopf. SN/sw/riedler
Freuten sich mit zahlreichen Besuchern über neuen Räume: v.l. Thomas Burgstaller (AMS Bischofshofen), AMS Salzburg Geschäftsführerin Jacqueline Beyer und AMS Vorstand Josef Kopf.

"Bedeutet die Abkürzung AMS Arbeit muss sein oder Arbeit mag sie?", rätselte der Pfarrer von Bischofshofen, Jarek Blażyński, bei der feierlichen Eröffnung der neuen Räumlichkeiten des Arbeitsmarktservice (AMS) Bischofshofen am vergangenen Donnerstag. "Hier in diesen Räumlichkeiten entscheidet sich jedenfalls, ob jemand seine künftige Arbeitsstelle mag. Wir von der Kirche sind auf alle Fälle Gewinner einer positiven Vermittlung, denn dann wird die Kirchenbeitragssteuer fällig."

Rund 1,5 Mio. Euro haben Umbau und Modernisierung der nunmehr hellen und modernen Räumlichkeiten gekostet, über die sich nun 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauso wie deren Klienten freuen können: "Bischofshofen ist ein österreichweites Vorzeigeprojekt und Thomas Burgstaller ein feiner Mann", lobte Vorstand Josef Kopf die Arbeit der Region: "Das Phänomen der Arbeitslosigkeit ist nichts Erfreuliches oder Angenehmes. Freundliche Räumlichkeiten sind hier unterstützend." Das AMS Bischofshofen hätte österreichweit mehrere Projekte, wie eine erfolgreiche Jobbörse, gestartet. Kopf hob etwa die Initiative "Im Sommer in der Wachau im Winter in der Flachau" - einen saisonalen Facharbeitskräfteaustausch - lobend hervor.

"Geht nicht, gibt´s nicht", dieses Motto dürfte Thomas Burgstaller erfunden haben, betonte auch Bischofshofens Bgm. Hansjörg Obinger (SPÖ). "Das AMS ist ein wichtiger Schnittpunkt der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung". Umso mehr bedauere er allerdings, so Obinger in seiner Ansprache, die Einstellung der erfolgreichen Aktion 20.000: "Diese hat zahlreichen Arbeitslosen bei uns in den Gemeinden und bei gemeinnützigen Vereinen Arbeit verschafft", so sein Unverständnis über ein "Brachliegen einer sinnvollen und innovativen Idee", die dem Staat gerade mal 100 Euro mehr gekostet hat, als die Arbeitslosigkeit der Menschen.

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