Chronik

Wenn Österreich und Ungarn sich musikalisch näher kommen

Dort, wo heute Tausende Selfies gemacht werden, stand kürzlich alles im Zeichen der Kammermusik.

Probenfoto im Mozarthaus St. Gilgen. SN/jütte
Probenfoto im Mozarthaus St. Gilgen.

Wenn der Sommer dem Herbst weicht, dann stehen im Mozarthaus St. Gilgen die sogenannten "Nachsommer-Konzerte" auf dem Programm.

Diese sind sei mittlerweile fünf Jahren Tradition und vereinen Künstler aus verschiedenen Nationalitäten.

Das heurige "Nachsommer-Konzert" fand unter dem Motto "alla zingarese" statt. Gespielt wurde Kammermusik von Joseph Haydn, Wilhelm Popp, Maurice Ravel und Johannes Brahms, sowie die Welt-Uraufführung einer "Zigeuner Fantasie" für Flöte und Klavier des ungarischen Komponisten Péter Tóth (*1965) - und, als Zugabe das Andante eines Klavierquartetts von Mozart.

Auf der Bühne standen der ungarische Violin-Virtuose Vilmos Szabadi, die St. Gilgener Geigerin Theresia Geier, der Salzburger Cellist Sebestyén Ludmány, die Flötistin Melinda Scholz aus Budapest und die ebenfalls ungarische Pianistin Márta Gulyas.

An die hundertfünfzig Zuhörer genossen das abwechslungsreiche Programm im ausverkauften "Falkenstein"-Saal des vor acht Jahren restaurierten Mozarthauses. Nach dem Konzert trafen sich Freunde und Bewunderer mit den Musikern im Fürstenzimmer des Mozarthauses auf einen Schluck in österreichisch-ungarischer Runde.

Die Reihe der "Nachsommer-Konzerte" im Mozarthaus St. Gilgen begann 2012 mit einem Mozart-Sonaten-Abend der Pianistin Márta Gulyás und des Geigers Vilmos Szabadi. Die beiden ungarischen Künstler hatten das Mozarthaus St. Gilgen als Kulisse für eine DVD gewählt.

Der Abend gefiel der St. Gilgener Geigerin Erntraud Passin so gut, dass sie sich mit den beiden Musikern ein weiteres Konzert im Folgejahr vereinbahrte.

Ab 2016 übernahm ihre frühere Schülerin Theresia Geier diese Rolle. Theresia Geier hat ein Geigen-Diplom vom Salzburger Mozarteum (dazu einen Universitäts-Abschluss in Jura) und ist auch aktiv als Beisitzerin im Kulturverein Mozartdorf St. Gilgen.

Der Kulturverein besitzt und betreibt das Mozarthaus seit 2005. Der Erwerb wurde dem Verein durch eine großzügige private Spende ermöglicht.

Das Haus wurde 1569 erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde 1718 bis 1720 als Pfleggerichtsgebäude unter Mozarts Großvater Wolfgang Niklas Pertl neu erbaut.

1721 wurde W. A. Mozarts Mutter dort geboren. 1784 bis 1801 lebte Mozarts Schwester Maria Anna Walburga Ignatia ("Nannerl") als Reichsfreifrau von Sonnenburg in dem Haus.

Heute ist der schöne Barockbau mit dem Marmor- Relief von Mozarts Mutter und Schwester Ort eines Nannerl Mozart Museums und Hauptmotiv Tausender Selfie-Fotografen.

Das nächste Nachsommer-Konzert im St. Gilgener Mozarthaus ist für Freitag, den 7. September 2018, geplant.

Quelle: SN

Aufgerufen am 24.09.2018 um 05:28 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/wenn-oesterreich-und-ungarn-sich-musikalisch-naeher-kommen-17290612

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