Chronik

Werkschulheim wälzt große Neubaupläne

Die Internatsgebäude wurden in den vergangenen Jahren generalsaniert. Jetzt soll das alte Schulgebäude folgen, um den neuen pädagogischen Konzepten gerecht zu werden.

Geben im Werkschulheim Felbertal den Ton an: Der neue Fördervereinsobmann Christoph Paulweber (l.) und Direktor Heinz Edenhofner mit Gitarren, die Schüler der Unterstufe gebaut haben. SN/sw/fink
Geben im Werkschulheim Felbertal den Ton an: Der neue Fördervereinsobmann Christoph Paulweber (l.) und Direktor Heinz Edenhofner mit Gitarren, die Schüler der Unterstufe gebaut haben.

Derzeit sind die Klassenräume und Internatsgebäude verwaist. Doch nach Ende der Sommerferien werden wieder 350 Schülerinnen und Schüler das Werkschulheim Felbertal in Ebenau bevölkern. Seit der Gründung der Schule in den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts hat sich das einzigartige Konzept, ein Gymnasium mit einer Berufsausbildung zu verbinden, die bis zur Meisterprüfung führt, bewährt. Dennoch fordert die Zeit immer Anpassungen an die neuen Herausforderungen. "Wir wollen für die Zukunft klarer definieren, wofür das Werkschulheim steht, und das soziale Lernen, die soziale Kompetenz in den Vordergrund stellen. Denn die Wirtschaft braucht keine Einzelkämpfer, sondern teamfähige Mitarbeiter", sagt Christoph Paulweber, der Obmann des Fördervereins der Schule. Der Generaldirektor der Salzburger Sparkasse hat selbst zwei Söhne an der Schule, die eine handwerkliche Ausbildung in den Bereichen Mechatronik, Maschinenbau und Tischlereitechnik bietet.

Um neue pädagogische Konzepte bestmöglich umsetzen zu können, strebt man im Werk-schulheim auch eine Erneuerung des teilweise 50 Jahre alten Schulgebäudes an. "Von 2009 bis 2017 wurde der Internatsbereich um rund zwölf Millionen Euro umfassend saniert. Derzeit können wir 216 Internatsplätze anbieten und sind voll belegt. Jetzt steht die Anpassung des alten Schulgebäudes mit Verwaltungstrakt samt Küche und Speisesaal an", so Werkschulheim-Geschäftsführer Bernhard Reichl. Zwei Varianten stehen zur Diskussion: ein teilweiser Neubau mit Sanierung des Altbaus oder eine Aufstockung des Altbaus. "Grundlage dafür wird eine Machbarkeitsstudie sein, um mit Bund und Land in Verhandlungen treten zu können. Ziel ist es, den Neubau in vier bis fünf Jahren umzusetzen." Reichl rechnet mit Kosten von zehn bis zwölf Millionen Euro, wovon Bund und Land je ein Drittel übernehmen sollen. Obmann Christoph Paulweber: "Ohne massive Förderung geht es nicht, wir müssen in das Schulbauprogramm kommen." Für Direktor Heinz Edenhofner ist klar: "Die Formen des offenen Lernens brauchen flexible Klassenzimmer, die wir mit dem Neubau erhalten wollen." Am Werkschulheim setzt man auf die Umsetzung von Konzepten wie COOL (Cooperatives offenes Lernen), um die Fach-, Sozial- und Selbstkompetenz zu fördern.

Die Digitalisierung hat an der Schule längst mit dem Fach Informatik und mit der Mechatronik Einzug gehalten. Neue Akzente setzt die Robotik mit je zwei Stunden in der 8. und 9. Klasse. Dafür steht unter anderem der humanoide Roboter "Pepper" zur Verfügung.

Was die Schülerzahl betrifft, will man, wenn überhaupt, nur noch geringfügig wachsen. Der Mädchenanteil an der Schule beträgt rund 20 Prozent.

Aufgerufen am 12.12.2018 um 09:36 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/werkschulheim-waelzt-grosse-neubauplaene-38891311

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