Chronik

Wie man sein Eigenheim schützen kann

Bei der Messe "Bauen und Wohnen" beraten Polizei und Sicherheitsfirmen die Besucher. Das Interesse ist groß.

"Wie kann ich die Nebentür meiner Garage sicherer machen? Halten die Beschläge an der Tür meines Wintergartens einem Einbrecher stand? Wie hoch ist der Inhalt meines Tresors versichert? Wie sollte ein Safe im Haus gesichert sein? Was kostet eine Alarmanlage? Wie funktioniert sie?"

Dies ist nur ein Ausschnitt der vielen Fragen, die am Beginn der Messe "Bauen und Wohnen" in Salzburg den Sicherheitsexperten gestellt wurden. Neben Sicherheitsfirmen präsentiert sich dort auch die Abteilung Kriminalprävention der Salzburger Polizei mit den Beamten Robert Meikl und Michael Knoll.

Sie sagen: "Viele Menschen, die zu uns kommen, haben ganz gezielt Fragen, weil sie spezielle Bereiche besser absichern können. Wir konzentrieren uns auf das, was am häufigsten vorkommt. Das betrifft ebenerdige Fenster und Terrassentüren, die hauptsächlich mit einem Schraubenzieher oder kleinem Brecheisen aufgehebelt werden. Wir geben hier Rezepte, wie man sich besser schützen kann, mit besseren Beschlägen zum Beispiel und vereinbaren Beratungsgesprächen über den Messetermin hinaus."

Auf die Frage eines Besuchers, wie sicher ein Tresor ist, können die Polizeiexperten nur sagen: "Auch wenn der Safe 200 Kilogramm schwer sein sollte, ist es besser, wenn er entweder einbetoniert oder massiv in einer stabilen Wand verdübelt ist."

Ausgestattet mit Hinweisen und Ratschlägen der Polizeiexperten gehen interessierte Besucher zu den nahen Ständen diverser Sicherheitsfirmen. Diese bieten eine Vielfalt von mechanischen und elektronischen Sicherheitsvorkehrungen an. Die wichtigsten Antworten geben Experten.

Der Trend geht zu Alarmanlagen

Welcher Schutz für ein Eigenheim ist ratsam ?
Roland Eder, HFE: Am besten mit einer Alarmanlage. Nachträglich mit Funk, bei einem Neubau sollte man achten, dass das Gebäude für eine solche Anlage verkabelt wird. Eine Funkanlage mit einem GSM-Modul zur telefonischen Benachrichtung, einer Außensirene, zehn Funk-Magnetkontakte und ein Bewegungsmelder kosten bei uns 2360 Euro. Die Nachfrage ist steigend angesichts der anwachsenden Zahl von Einbrüchen.

Gibt es auch eine günstigere Technik ?

Alexander Pichler, Sicherheitstechnik: Wir haben neben mechanischen und elektronischen Überwachungssystemen sowie Sicherheitsbeschlägen noch etwas besonderes: Autarke GSM-Geräte, die beispielsweise in einem Rauchmelder installiert sind. Denn was hilft ein alter Rauchmelder der anschlägt, wenn man nicht zu Hause ist? So kommt die Nachricht sofort auf das Telefon. Das System kann auch mit Bewegungsmelder gegen Einbrüche kombiniert werden, ebenso mit Sensoren, die beispielsweise einen Wasserschaden im Eigenheim anzeigen.


Wie groß ist die Akzeptanz für Funk-Alarmanlagen?

Hans-Peter Haidenberger SiS: Im Nachrüstbereich ist es empfehlenswert. Qualitative Anlagen kosten zwischen 2000 und 4000 Euro. Wir sind auch im Osten von Österreich tätig, da sieht man fast kein Haus ohne Alarmanlage mehr. Eine Entwicklung, weil die Zahl der Einbrüche ständig steigt. Hier in Salzburg hat vielleicht nur jedes zehnte oder 15. Haus ein Alarmanlage.

Aufgerufen am 22.10.2018 um 06:53 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/wie-man-sein-eigenheim-schuetzen-kann-23986747

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