Chronik

Wieder ein Wolf in Salzburg nachgewiesen

Das Tier hinterließ Spuren im Uttendorfer Stubachtal - in der Nähe von Kadavern zweier Schafe und einer Ziege.

Wieder ein Wolf in Salzburg nachgewiesen SN/fotolia
Die Wölfe breiten sich aus. Immer öfter kommen sie auch nach Salzburg.

Nachdem ein Wolf im Käfertal bei Fusch im Juni zehn Almtiere getötet hatte, konnte nun neuerlich ein Wolf im Pinzgau nachgewiesen werden. Am 13. Juli hat ein Jäger im Uttendorfer Stubachtal eine Losung eingesammelt. Nun liegt die DNA-Analyse vor.

"Die Losung stammt von einem Wolf", sagt Gundi Habenicht von der Landesveterinärdirektion. Zudem glaube ein Jäger, den Wolf auch gesehen zu haben. Möglicherweise handelt es sich um dasselbe Tier, das vorher in Fusch war. Das werde aber erst eine zweite DNA-Untersuchung zeigen. Fest steht schon, dass das Tier in Uttendorf ebenso wie jenes in Fusch aus der dinarischen Population in Kroatien und Slowenien stammt.

Die Losung wurde gesammelt, nachdem in der Nähe die Kadaver von zwei Schafen und einer Ziege entdeckt worden waren. Dass diese vom Wolf gerissen wurden, konnte allerdings nicht nachgewiesen werden.

"Die Kadaver waren schon zu verwest. Es waren nur noch Haut und Knochen übrig. Man konnte keine DNA-Spuren mehr daran finden. Die Todesursache ist unbekannt", sagt Habenicht. Es sei möglich, dass sie der Wolf gerissen habe.

Entschädigung für den Bauern

Was allerdings dagegen spreche, sei, dass die restliche Herde ruhig gelieben und nicht in Panik versprengt worden sei und dass keine anderen Tiere Verletzungen hatten. So war es in Fusch. Die zwei Schafe und die Ziege in Uttendorf könnten auch zum Beispiel in Folge einer Krankheit verendet sein.

Für den betroffenen Bauern dürfte es auch ohne DNA-Nachweis eines Wolfsrisses eine Entschädigung geben. Laut Habenicht gibt es beim Land eine Kulanzregelung, dass auch Entschädigungen gezahlt werden können, wenn kein direkter Nachweis an dem Kadaver gelingt, aber die Anwesenheit des Wolfs in dem Gebiet nachgewiesen wurde.

Derzeit werden laufend Proben von toten Alm- oder Wildtieren zur DNA-Analyse eingeschickt. Zuletzt untersuchte man auch Proben eines toten Kalbs und eines Lamms aus Kaprun sowie die Reste von toten Wildtieren aus dem Flachgau. An allen seien nur DNA-Spuren von Füchsen gefunden worden. "Die machen sich über fast jeden Kadaver her", sagt Habenicht. Für lebende ausgewachsene Schafe seien Füchse aber keine Gefahr. Höchstens für schon kranke Tiere oder für Lämmer.

Laut der Wolfexpertin des Landes sind auch früher viele tote Tiere auf den Almen gefunden worden. "Aber durch das vermehrte Auftreten des Wolfs in Salzburg sind die Bauern hellhörig geworden und schauen sehr genau." Deshalb würden jetzt auch viele Kadaver auf Wolfsspuren untersucht.

Aufgerufen am 22.09.2018 um 05:43 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/wieder-ein-wolf-in-salzburg-nachgewiesen-1166224

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