Chronik

Wild kämpfte im Schnee ums Überleben

Im Pongau gab es in der vergangenen Jagdsaison eine auffallend hohe Zahl an Fallwild.

Gerade bei Fütterungen braucht das Wild im Winter Ruhe. BilD: CHristoph urgstaller SN/sw
Gerade bei Fütterungen braucht das Wild im Winter Ruhe. BilD: CHristoph urgstaller

"Unsere Jägerinnen und Jäger waren im vergangenen Jahr genauso gefordert wie das Wild", sagt Hans Sulzberger, der Bezirksjägermeister. "Der extreme Winter erforderte eine enorme Betreuung der Wildfütterungen und vieles ist nur durch ihren besonderen Einsatz gelungen."

So verblieben sogar einige Berufsjäger eingeschneit auf Hütten im Gebirge, damit die Fütterung auch bei den enormen Schneemassen gewährleistet wurde. "Der größte Schaden konnte so abgehalten werden. Denn durch die hohe Lawinengefahr und durch die großen Schneemassen hätten ansonsten keine Fütterungen durchgeführt werden können." Es gibt heuer eine auffallend hohe Zahl an Fallwild.

"Der massive Schnee hat dem Wild stark zugesetzt. Der Fütterungsstand ist teilweise bis zu einem Drittel gesunken. Im Frühjahr hatten wir sehr geschwächtes Wild auf den Wiesen."

Die Abschusserfüllung sei sehr zufriedenstellend, beim Rotwild gebe es mit 93 Prozent die höchste Erfüllung der vergangenen Jahre, so wurden 1600 Stück im Pongau erlegt: "Die Jäger sind wirklich sehr bemüht", meint der Bezirksjägermeister. Nur wenige "Ausreißer" hätten "ihren" Wildbestand nicht angepasst, aber selbst dort sei man um eine konstruktive Lösung des Problems bemüht. Der Gamsbestand im Pongau ist in einigen Regionen durch Krankheiten wie Räude oder Gamsblindheit geschwächt. Erkrankungen, die für das Wild fatal sind. Für große Betroffenheit sorgt etwa die Gamsblindheit, wenn beispielsweise blinde Gamsgeißen mit ihren Kitzen die Felswand hinunterstürzen: "Hier wurde viel Informationsarbeit geleistet. Wir legen großes Augenmerk auf einen gesunden, ausgewogenen und artenreichen Wildbestand."

Skitourengeher und Wintersportler seien in einzelnen Gegenden und vor allem bei Wildfütterungen zunehmend ein Problem. Christoph Burgstaller von "RespekTiere": "Wir sehen erste Erfolge in unserer Aufklärungsarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass man den Menschen diese Problematik gut erklären kann."

Die Wildfütterung dient nicht nur dem Wild zum besseren Überleben im Winter, sondern auch dem Schutz der Siedlun-gen: durch Erhaltung des Schutzwaldbestands.

Die heurige Hegeschau der Pongauer Jägerschaft findet am 8. März im Kongresshaus in St. Johann statt.

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