Chronik

Wo das Herz für die Steiermark schlägt

So wie Andrea Lämmerhofer geht es wohl vielen Salzburgern mit steirischen Wurzeln. Obwohl schon längst in Salzburg und Umgebung heimisch geworden, vergessen sie die "Grüne Mark" nie. Zum Ausdruck bringen sie ihre Verbundenheit beim "Steirertreffen" am 3. August im Friesacher-Heurigen.

Einfach dem grünen Herzen folgen: Andrea Lämmerhofer organisiert heuer das Steirertreffen.   SN/sw/Ricky Knoll
Einfach dem grünen Herzen folgen: Andrea Lämmerhofer organisiert heuer das Steirertreffen.  

Nach Salzburg ist Andrea Lämmerhofer 1981 gekommen, zum Geschichte- und Kunstgeschichte-Studium.

"Wie so viele andere auch bin ich dann halt geblieben", erzählt die gebürtige Liezenerin, die heute in Aigen wohnt und in Salzburg heimisch geworden ist.

Seit dem Vorjahr organisiert sie selbstständig das "Steirertreffen", das auf eine Idee von Erich Marx , dem ehemaligen Leiter des Salzburg Museums, zuvor SMCA, Salzburg Museum Carolinum Augusteum, zurückgeht. "Er ist gut befreundet mit Peter Simonischek sowie mit Primar Herbert Resch von den Salzburger Landeskliniken. Bei einem Gespräch 2003 besannen sich alle auf ihre steirischen Wurzeln und so entstand die Idee des Steirertreffens", erzählt Lämmerhofer.

Zehn Jahre lang lag die Organisation dieses Treffens, das sich im Laufe der Zeit zum gesellschaftlichen Ereignis entwickelte, bei Erich Marx. Bis er die Agenden schließlich in die Hände von Immobilienexpertin Marlies Muhr legte, der er den Ehrenschutz ebenfalls übertragen hatte. "Ich bin als Gast dazugekommen, bis mich Marlies Muhr 2016 angesprochen hat, ob ich sie nicht unterstützen könnte", erklärt Andrea Lämmerhofer. Seit 2017 hat sie komplett die Organisation übernommen. Die freiberuflich tätige Kunsthistorikerin hat vor gut zehn den Universitätslehrgang Veranstaltungsmanagement absolviert.

Eine Ausbildung, die sie für derartige Veranstaltungen gut nutzen kann. "Ich habe immer für Firmen gearbeitet und deren Veranstaltungen organisiert, von der Weihnachtsfeier über die interne Feier bis zum Betriebsausflug. Ich kann also auf gut zehn Jahre Erfahrung verweisen."

Zum Steirertreffen sind alle eingeladen, deren Wurzeln in der Steiermark liegen. "Das kann natürlich auch jemand mit steirischen Großeltern sein, falls er oder sie nicht direkt von dort kommt." Die meisten Gäste kommen entweder über persönliche Kontakte oder über Empfehlung von anderer Seite.

Obwohl das Treffen immer wieder mit einer erklecklichen Anzahl Promis aufwarten kann - von Peter Simonischek bis Johannes Silberschneider -, ist der gesellschaftliche Status völlig nebensächlich. "Vom Taxifahrer bis zum Primar, alle sind willkommen", betont sie. Für die Veranstaltung wird jedes Jahr ein anderer Ort ausgewählt.

Nachdem heuer das Motto "Ausg'steckt is" lautet, findet das Treffen im Friesacher-Heurigen statt. Typisch steirisch wird dort mit steirischem Bier, Weinen aus Gamlitz und zahlreichen kulinarischen Genüssen aus der Grünen Mark aufgewartet.

Für die stilechte musikalische Unterhaltung sorgen die "Blusnknepf." Das Fest beginnt traditionell um 12 Uhr.

Nicht ganz ernst zu nehmen, aber nicht ganz unpassend, zumal ein Kürbiskernproduzent vor Ort sein wird, dürfte da das Haiku-Gedicht von Leo Lukas dazupassen: "Stets grün umrandet / sind die Münder der Steirer / weil immer im Öl."

Weitere Informationen unter steirertreffen@gmail.com

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