Chronik

Wohnzimmertests in Salzburg ab kommendem Mittwoch gültig, aber kostenpflichtig

Die Behörden rechnen ab kommender Woche mit erheblichen Verzögerungen bei den PCR-Tests, deshalb gibt es nun Alternativen. Schnelltest-Stationen in 40 Gemeinden.

Die Schnelltests kann man gegen Bezahlung in der Apotheke bekommen. SN/lmz
Die Schnelltests kann man gegen Bezahlung in der Apotheke bekommen.

Die hohen Fallzahlen der Omikron-Welle zwingen Salzburgs Testsystem in die Knie. Bereits vor zwei Wochen habe man damit gerechnet, dass die Kapazitäten im Bundesland bald erschöpft sein würden, sagt der oberste Coronamanager Oberst Peter Schinnerl. "Bis jetzt ist es noch gut gegangen, aber wir werden Mitte kommender Woche bei den Gurgeltests einen Zeitverzug von mehr als 30 Stunden haben. Die Menschen werden also bei der Vorlage von aktuellen Testergebnissen Alternativen brauchen", sagt Schinnerl.

Wohnzimmertests ab kommendem Mittwoch

Bereits vergangene Woche hatte LH Wilfried Haslauer (ÖVP) die Wiedereinführung von Wohnzimmertests angekündigt. Mittlerweile sei der Bund dem Vorschlag aus Salzburg gefolgt, ab Mittwoch kommender Woche solle man sich über salzburg-testet.at zu den Selbsttests für zu Hause anmelden können. Die Testkits bekommt man über die Apotheken, dort werden sie allerdings kostenpflichtig sein, wie Schinnerl sagt. "Wir wissen aber, dass viele Menschen noch die im Vorjahr gratis ausgegebenen Tests haben." Diese könnten weiterhin für die Tests zu Hause verwendet werden. Die Gültigkeit der Wohnzimmertests sei vom Ministerium allerdings nur als Notmaßnahme in der Zeit der extrem hohen Infektionszahlen freigegeben worden.

40 Gemeinden bieten Schnellteststationen

Überwachte Schnelltests werden weiterhin in den 14 Teststationen des Roten Kreuzes angeboten. Ab Mitte kommender Woche wird es auch in rund 40 Gemeinden die Möglichkeit geben, überwachte Schnelltests durchzuführen. In der Vorwoche hatte der Landeshauptmann noch 80 Gemeinden angeboten. Die geringere Zahl begründe sich in der raschen Umsetzung, sagt Peter Schinnerl. "Wir haben auch Gemeinden, wo das vom Einzugsgebiet her in einem geht, etwa in Adnet und Krispl. In anderen Gemeinden gibt es bereits Teststationen des Roten Kreuzes, da ergibt eine weitere Station der Gemeinden keinen Sinn." Bei den behördlichen PCR-Tests habe man derzeit noch genügend Kapazitäten, auch für die Freitestungen. "Wir stellen aber fest, dass es viele Infizierte nicht schaffen, nach fünf Tagen einen Test mit entsprechend niedriger Viruslast abzuliefern."

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