Chronik

Yoga sorgt für volle Gästebetten

Ein sanfter Sport mit großen Auswirkungen auf den Tourismus.

Auf der Yoga-Plattform beim weltberühmten Wasserfall, auf der beeindruckenden Hängebrücke am Gipfel des Stubnerkogels oder im Kurpark in Bad Hofgastein: Im Gasteinertal heißt es ab 30. Mai wieder zwölf Tage lang "Atme die Berge".

Yoga liegt im absoluten Trend, von den einen wird es gemacht, um zu entspannen, von anderen wiederum als Training oder gar als Lebensphilosophie. Im Frühjahr und im Herbst steht jedenfalls Gastein fast zwei Wochen lang ganz im Zeichen von Yoga.

Diese Tage, die mittlerweile in der Vor- und Nachsaison die Gästebetten füllen, sind zur größten Yoga-Veranstaltung Europas herangewachsen. Innerhalb von zwölf Tagen werden in 16 Hotels nun zum fünften Mal von 40 Lehrenden 300 Yoga-Einheiten angeboten. "Wir sind hier absoluter Riese mit über tausend Nächtigungen", so Franz Naturner, der Geschäftsführer von Gasteinertal Tourismus.

Der gebürtige Hofgasteiner ist seit vier Jahren verantwortlich für diese Form des Erholungs- und Gesundheitstourismus. 2014 wurden diese von Elfi Mayr initiiert. Jährlich ist das Angebot gewachsen, einige Hotels bauten wegen der Yoga-Nachfrage sogar spezielle Yoga-Räume. Selbst Mitarbeiter aus der heimischen Gastronomie nehmen an Kursen teil, um Entspannungstechniken für den Alltag in ihren stressbehafteten Berufen zu erlernen. Die Initiatorin Elfi Mayr: "Mir war es wichtig, auch alle vorhandenen Ressourcen ein- und miteinander zu verbinden."

So wird etwa in allen drei Gasteiner Orten das Yoga-Angebot auch in den Volksschulen für Kinder in spielerischer Form angeboten. Es gibt ebenso Angebote für Familien, die damit "rasch von ihren Stresslevels runterkommen. Einheimische können jederzeit auch mitmachen", betont Naturner, selbst in Hotels ist es möglich mitzumachen, "man braucht nur anrufen, ob ein Platz frei ist."

Die Yoga-Stile sind unzählig, vom Kinder-Yoga bis zum Kurgast erreicht man ein großes Zielpublikum: Ob schwebend an Tüchern hängend mit "Fliegendem Yoga", Partner-Yoga, Hot-Yoga, Gesundheits-Yoga oder das klassische Hatha-Yoga - Yoga fügt sich perfekt in das umfassende Gesundheitsangebot des Gasteinertales ein und hebt sich damit deutlich auch gegenüber anderen Angeboten ab. "Wir haben eine niedrige Einstiegshürde und man kann eigentlich so gut wie alles ausprobieren." Heuer zum Jubiläumsjahr bekommt man mit Michaelle Edwards, einer bekannten amerikanischen Yogalehrerin, erstmals auch internationale Gäste nach Gastein: "Bislang kamen sie vor allem aus dem deutschsprachigen Raum."

Im Herbst wurde das Angebot um 20 Prozent vergrößert, "im letzten Jahr konnten wir es um fünf Prozent steigern, unsere Nächtigungszahlen wachsen dadurch aber auch in der restlichen Saison an. Viele Hotels bieten auch ganzjährig bestimmte Yoga-Angebote", so Naturner.

In Dorfgastein hat eine Ski- und Yogalehrerin bereits ein Highlight der Region entwickelt: Spezielles Ski-Yoga samt Sonnengruß am Berg (rechts im Bild).

Da fehlt jetzt eigentlich nur mehr der eigene Yoga-Stil "Gasteinertal" ...

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