Chronik

Zehnjährige Schülerin starb nach Unfall am Heimweg

Tragödie in Feldkirchen im angrenzenden Oberösterreich: Die Schülerin stieg aus dem Bus, lief über die Straße und wurde von einem Auto erfasst.

 SN/sn

Am Mittwochnachmittag ereignete sich in Feldkirchen bei Mattighofen (OÖ), knapp zehn Kilometer von der Landesgrenze zu Salzburg entfernt, ein schrecklicher Verkehrsunfall. Eine zehnjährige Schülerin - sie besuchte die Neue Mittelschule im nahen Eggelsberg - war nach dem Unterricht mit dem Schulbus nach Hause gefahren. Nach dem Aussteigen lief das Kind dann laut Angaben der Polizei Oberösterreich über die dortige Habersdorfer Landesstraße und wurde dabei vom Auto eines 76-jährigen Pensionisten erfasst. Die Zehnjährige wurde schwerst verletzt ins Landeskrankenhaus nach Salzburg geflogen. Dort ist das Mädchen noch am Mittwochabend verstorben.

Wie die Polizei in einer Aussendung berichtete, war der 47-jährige Busfahrer kurz nach 16 Uhr mit insgesamt sechs Schulkindern zu deren jeweiligen Ausstiegsstellen unterwegs. In Feldkirchen angekommen, setzte der Chauffeur rückwärts auf einen Güterweg und hielt dort an, um das zehnjährige Mädchen aussteigen zu lassen.

"Das Kind dürfte an der Habersdorfer Landesstraße noch kurz stehen geblieben sein, ehe es dann über die Straße gelaufen ist", so ein Polizeisprecher. Ein 76-jähriger Autofahrer aus dem Bezirk Braunau, der in Richtung Moosdorf unterwegs war, dürfte das Mädchen zu spät gesehen haben und konnte nicht mehr ausweichen: Die Schülerin wurde mit voller Wucht von dem Wagen erfasst. Sie wurde über die Windschutzscheibe und Motorhaube des Pkw und dann mehr als 30 Meter weit in eine Wiese geschleudert. Nach Erste-Hilfe-Maßnahmen wurde die Zehnjährige mit dem Rettungshubschrauber in die Salzburger Landeskliniken geflogen. Dort kämpften die Ärzte um ihr Leben - doch die Verletzungen waren zu schwer. Der 76-jährige Autofahrer erlitt einen Schock und musste ärztlich versorgt werden.

Laut einer Aussendung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) verunglückt alle drei Stunden ein Kind (bis 14 Jahre) auf Österreichs Straßen. Alle zwei Tage stirbt dabei ein Kind oder wird schwerst verletzt.

Im Jahr 2017 verunglückten 2788 Kinder auf den heimischen Straßen. Dabei wurden acht getötet, 289 schwer verletzt und 2491 verletzt. Im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017 verunfallten 42 Prozent der unter 14-Jährigen als Mitfahrer im Pkw, jedes vierte Kind als Fußgänger (27 Prozent) und 19 Prozent mit dem Fahrrad.

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