Chronik

Zeller Wirt wegen sexistischen Textes bedroht: Drei Verdächtige

Internetnutzer drohten mit "alles anzünden". Die Polizei forschte ein Paar aus Wien und einen Mann aus Hallein aus.

Kupferkessel-Wirt Edwin Kreml wurde im Internet angefeindet. SN/sw/erwin simonitsch
Kupferkessel-Wirt Edwin Kreml wurde im Internet angefeindet.

Ein offenbar als Spaß gemeinter Text auf der Herrentoilette des Zeller Restaurants Kupferkessel hat im November 2018 in sozialen Medien eine Sexismusdebatte ausgelöst, aber auch zu Drohungen gegen Wirt Edwin Kreml und dessen Familie geführt. Unter anderem wurde gefordert: "Alles anzünden, einfach". Die Polizei forschte nun drei Verdächtige aus. Es handelt sich um ein Paar aus Wien und einen 29-jährigen Halleiner.
Die 33-jährige Frau und der 48-jährigen Mann aus Wien werden wegen versuchter Anstiftung zur Brandstiftung und wegen gefährlicher Drohung angezeigt, hieß es am Freitag in einem Bericht der Landespolizeidirektion Salzburg. Gegen den Halleiner werde eine Anzeige wegen Anstiftung zur Sachbeschädigung eingebracht. Alle drei Beschuldigten hätten sich nicht geständig gezeigt.

"Merkblatt zur richtigen Frauenhaltung"

Auslöser der Aufregung war ein "Merkblatt zur richtigen Frauenhaltung" auf dem Herren-WC des Lokals. Dabei wurden offenbar Tipps für die richtige Hundehaltung umgeschrieben. Ein Benutzer der Toilette fotografierte diese ab und veröffentlichte sie auf sozialen Medien. Zu diesem Foto soll es dann auf mehreren Plattformen Kommentare gegeben haben, darunter auch Drohungen gegen den Lokalbetreiber und Aufrufe zum Boykott des Betriebs. Laut Polizei wurde auf Social Media Plattformen die Adresse des Gasthauses veröffentlicht. Auf einem Textzusatz sei das "Abfackeln des Lokals" gefordert worden. Umfangreiche Erhebungen führten zu den drei Beschuldigten.
Der Gastronom hatte damals erklärt, vom Text sei kein einziges Wort ernst zu nehmen. Nach Jahren habe sich jetzt jemand gefunden, der das "Merkblatt" abfotografiert und veröffentlicht habe, sagte er gegenüber dem ORF Salzburg. Seither sei "die Hölle los". "Ich habe sechs weibliche Familienmitglieder - und es wurden alle aufs Übelste beschimpft. Dabei hätte sich nicht eine Minute irgendwer Schlechtes dabei gedacht."

Quelle: SN, Apa

Aufgerufen am 05.12.2020 um 06:47 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/zeller-wirt-wegen-sexistischen-textes-bedroht-drei-verdaechtige-65059018

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Als Nadine Langmeier klein war, brachte sie es auf 72 Tiere im und ums Elternhaus. Nun wollen sie und ihr Partner die Tierliebe beruflich ausleben.

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