Chronik

Zugriff aus Kalkutta: Inder lockte zwei Salzburgern mehr als 10.000 Euro heraus

Opfer eines Tausende Kilometer vom Tatort entfernten Betrügers sind nun zwei Salzburger geworden. Sie hatten einem Anrufer vertraut, der sich als Mitarbeiter des Softwareherstellers Microsoft ausgab.

Zwei Salzburger als Opfer von Cyber Crime (Symbolbild). SN/chaay_tee - stock.adobe.com
Zwei Salzburger als Opfer von Cyber Crime (Symbolbild).

Salzburger Kriminalisten konnten nun einen 18-jährigen Inder identifizieren, der im Verdacht steht, von Februar bis April 2021 mit der Betrugsmasche "Microsoft TechScam", einen Schaden im fünfstelligen Eurobereich verursacht zu haben.

Der Mann rief bei den Opfern an und gab sich als Mitarbeiter der Firma Microsoft aus. Diese Telefonate erfolgten in englischer Sprache, teilweise auch auf Deutsch, mit indischem Akzent.

Der Täter informierte die zwei Opfer, beide aus der Stadt Salzburg, über Hacker auf deren Computer. Der Mann zeigte bei Videotelefonaten einem Lichtbildausweis, "es sah alles sehr professionell aus und wirkte sehr glaubwürdig", wie eine Sprecherin der Salzburger Polizei am Montag erklärte.

Und die Salzburger bissen an. Tatsächlich werden nicht gewartete Computer im Lauf der Zeit spürbar langsamer. So gaben die Betroffenen dem 18-Jährigen die Erlaubnis, mittels einer Fernwartungssoftware auf deren Computer zuzugreifen. Dabei ist es den Tätern auch möglich, sich in die E-Banking-Plattformen einzuloggen und Überweisungen zu tätigen.

Der Inder überwies sodann Geld auf ein Kryptokonto, das benutzt wird, um Kryptowährungen zu kaufen. Die Kriminalisten fanden heraus, dass der Server, von dem aus der Täter auf die Computer der Opfer zugegriffen hat, in der westindischen, 4,5 Millionen Einwohner zählenden Stadt Kalkutta steht. "Dort ist bekannt, dass die organisierten Banden in ,Callcentern' - mit meist 20 bis 25 Personen - arbeiten" (Polizeibericht).

Und dort dürfte der nunmehr identifizierte 18-Jährige auch nach wie vor tätig sein.

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