Chronik

Zum Jubiläum ist das Musikum auf Weltrekordkurs

Das Musikum Altenmarkt feiert sein 50-Jähriges Bestehen. Im Juni ist ein gemeinsames Konzert aller 310 Schüler geplant, zudem wird es einen Weltrekordversuch auf der Zugin´ geben.

Hansjörg Oppeneiger als blutjunger Klarinettenlehrer mit den Schülern v. l. Franz Grünwald, Rupert Ammerer und Gerhard Weitgasser. BILD: Musikum SN/sw
Hansjörg Oppeneiger als blutjunger Klarinettenlehrer mit den Schülern v. l. Franz Grünwald, Rupert Ammerer und Gerhard Weitgasser. BILD: Musikum

Hansjörg Oppeneiger ist seiner Schule seit der Gründung engstens verbunden: Vor 50 Jahren gehörte er zu den ersten Schülern, im zarten Alter von 15 Jahren wurde er als Klarinettenlehrer engagiert und seit 26 Jahren ist er Direktor des Musikums Altenmarkt. "Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten", mit diesem Zitat von Aristoteles eröffnete er die erste Jubiläumsveranstaltung und erweiterte den Spruch des weisen Griechen noch um die Präzisierungen: "... und zwar für den Zuhörer und auch den Musizierenden selbst."

Der Abend stand unter dem Motto "Wie war das damals …?". Hans Kellner, Direktor a. D. des Musikum St. Johann, führte durchs Programm. Pioniere der Gründungszeit erzählten und gaben Anekdoten zum Besten, musikalisch wurde der Abend von den Musikumlehrern in wechselnden Ensembles gestaltet.

Am 16. Juni werden die Schüler - insgesamt sind es derzeit 310 - vor den Vorhang geholt. Denn unter dem Motto "Musikum All In" wird es ein großes Charity-Fest geben. Dabei werden der Reihe nach alle Schülerinnen und Schüler - beginnend mit den ganz Kleinen, die in der musikalischen Frühförderung an die Musik herangebracht werden, bis hin zu Schülern, die knapp vor dem Übertritt in Konservatorien stehen - auftreten. Zum Höhepunkt gibt es dann ein von Hans Kirchgasser geleitetes Gesamtspiel aller Schülerinnen und Schüler. Danach kommt es zu einem Weltrekordversuch: Möglichst viele Zugin'-Spieler sollen gemeinsam auftreten. Der bisherige Weltrekord wurde von Marc Pirchner im Zillertal organisiert. Gemeinsam spielten 182 Musikanten auf der steirischen Harmonika die - man kann es kaum glauben - Ennstaler Polka. Höchste Zeit also, den Weltrekord heimzuholen, denn in Altenmarkt - also dort, wo sie hingehört - wird im Juni selbstverständlich auch die "Ennstaler Polka" gespielt werden. Für den Weltrekordversuch gibt es bereits 340 Anmeldungen. Also selbst wenn es einige nicht in den Pongau schaffen sollten, stehen die Chancen sehr gut, dass der Weltrekord geknackt wird.

Stetige Weiterentwicklung

Zurück zur Entstehungsgeschichte des Musikums Altenmarkt: Die Initiative ging von örtlichen Musikenthusiasten wie Otto Rettenwender, Johann Schober, Hans Hammerl, Franz Haitzmann, Georg Höll und Bernd Kohlschütter aus. Die drei Letztgenannten waren auch bei der Jubiläumsfeier mit dabei. Rettenwender wurde der erste Direktor der Musikschule, der Unterricht erfolgte oft in Musikheimen und Privaträumen. Nach einer Reform des Musikschulwerkes erhielt die Zweigstelle Altenmarkt den Namen "Musikschule Pongau 3" mit den sechs Gemeinden Altenmarkt, Eben, Flachau, Hüttau, Kleinarl und Wagrain.

Seit dem Februar 2004 wird die Schule unter dem Namen Musikum Altenmarkt geführt, die eigenen Räume im Schulzentrum konnten bezogen werden .

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