Chronik

Zurück in die Zukunft: 30 DeLoreans fuhren am Hangar-7 vor

Er ist wohl eines der berühmtesten Autos der Filmgeschichte: der DeLorean DMC-12. Das umgebaute Auto diente in der Trilogie "Zurück in die Zukunft" aus den 1980er-Jahren als Zeitmaschine.

Das Gefährt wurde tatsächlich in Serie gefertigt, allerdings nur von 1981 bis 1982 und natürlich ohne Kernreaktor. Rund 6000 soll es weltweit noch geben.

Der DeLorean trägt den Namen des aus Detroit stammenden Konstrukteurs John DeLorean. Er schied 1975 im Unfrieden von General Motors, um ein Auto nach seinen Vorstellungen zu bauen. In einer nagelneuen Fabrik in Belfast begann 1981 die Produktion. Bezahlt hatte sie großteils die britische Regierung, um die Arbeitslosigkeit in Nordirland zu bekämpfen und der IRA Wind aus den Segeln zu nehmen. Wegen der kurzen Entwicklungszeit hatte das Auto aber zahlreiche Kinderkrankheiten und erhielt von der Autopresse vernichtende Kritiken. Und die Käufer eines teuren Sportwagens waren nicht bereit, sich mit 132 PS zu begnügen. Es wurden viel zu wenig Autos verkauft.

Schon 1982 kamen das Ende und die Insolvenz. Die Briten hatten den Geldhahn zugedreht. John DeLorean versuchte, mit einem Kokaindeal neues Kapital aufzutreiben und wurde in den USA verhaftet. Das Gericht sprach ihn aber frei, weil die US-Drogenbehörde DEA den Deal eingefädelt hatte.

Zur begehrten Legende wurde der Wagen erst 1985 durch den Film. Produzent Steven Spielberg und Regisseur Robert Zemeckis nahmen den DeLorean, weil der zur Zeit der Dreharbeiten wenig bekannt war und futuristisch aussah. Zudem war er günstig, weil noch zahlreiche Exemplare auf Halde standen.

Quelle: SN

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