Chronik

Zwei Alpinisten in Salzburgs Bergen tödlich verunglückt

Zu tödlichen Unfällen bei Skitouren kam es am Mittwoch in Krimml und Werfenweng. Beide Alpinisten rutschten in steilen und eisigen Hängen aus.

Symbolbild SN/APA (Symbolbild)/BARBARA GINDL
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Tödliche Verletzungen erlitt ein 53-jähriger Familienvater aus Salzburg bei einem Alpinunfall bei Werfenweng am Mittwoch. Der Mann war am Morgen mit einer Begleiterin über den Trog zum Tennengebirge aufgestiegen. Dabei handelt es sich um eine sehr steile Tour. Der Mann verlor in 40 Grad steilem Gelände den Halt und stürzte 200 Meter weit ab. Er war sofort tot.

Der 53-Jährige wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen, das Rote Kreuz betreute seinen Bergkameraden.

Bei dem Mann handelt es sich um einen Mitarbeiter der Tischlerei des Landtagsabgeordneten Josef Scheinast (Grüne). Er sei fassungslos über den Vorfall, sagt dieser. "Es ist unbegreiflich, wie schnell so etwas gehen kann. Ich habe ihn als Mitarbeiter sehr geschätzt. Er hatte solche Kompetenzen. Das gibt es ja auch nicht alle Tage, dass jemand Germanistik studiert und dann mit Anfang 30 noch eine Lehre macht. Schließlich hat er es zum Werkstättenleiter geschafft."

Der Verstorbene sei sehr sportlich gewesen, sagt Scheinast. Er hinterlässt eine Frau und eine Tochter, die in Salzburg zur Schule geht. Beide wurden am Mittwoch vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Zu einem weiteren tödlichen Alpinunfall kam es auf der Reichenspitze im Gemeindegebiet von Krimml. Der 3303 Meter hohe Berg liegt an der Landesgrenze von Salzburg und Tirol. Ein 47-jähriger Alpinist aus Tirol war mit seinem 21-jährigen Begleiter von der Tiroler Seite aufgestiegen. Gegen 11 Uhr alarmierte der 21-Jährige die Einsatzkräfte, weil sein Bergkamerad abgestürzt war. Bergrettungs-Einsatzleiter Franz Gensbichler berichtet, dass der obere Bereich des Anstiegs auf der Tiroler Seite sehr steil sei. "Der Bergkamerad hat berichtet, dass es dort pickelhart gewesen sein soll. Der Alpinist dürfte beim Abstieg direkt beim Gipfel ausgerutscht sein." Der Mann stürzte 100 Meter tief und war sofort tot. Der Polizeihubschrauber übernahm die Bergung des Alpinisten.

In dem Bergmassiv gibt es laut Bergrettung häufig Einsätze. Besonders tragisch war ein Vorfall vor eineinhalb Jahren. Damals stürzten beim Nachbargipfel der Reichenspitze, dem Gabler, sechs Alpinisten in eine Gletscherspalte. Alle sechs Männer verunglückten tödlich.

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