Chronik

Zwei Dürrnberger Brüder jagen den Elektro-Rekord

Elektroautos sind die Leidenschaft und seit Kurzem auch das Geschäft von Christian und David Gruber. Zudem gingen sie mit einem vorab importierten Tesla Model 3 kürzlich auf Rekordjagd.

"Und das hier ist das Tesla-Gefühl", schmunzelt Christian Gruber und steigt aufs Gas. Augenblicklich schießt der Wagen nach vorn, man fühlt sich wie in einem Gokart oder einer Achterbahn. Dass die amerikanischen Luxusflitzer aber nicht nur für Sprints taugen, sondern auch für die Langstrecke, zeigten Gruber und sein Bruder David am 10. November: Auf der deutschen A 8 zwischen Ulm und Augsburg stellten sie und ihr zehnköpfiges Team unter den strengen Vorgaben von Guinness World Records mit 2644 elektrisch gefahrenen Kilometern einen neuen 24-Stunden-Weltrekord auf. Nun wartet das Team auf die Bestätigung des Eintrages in das Guinnessbuch der Rekorde. "Wir möchten die Elektromobilität vorantreiben. Mit dem Rekord wollten wir zeigen, dass Reichweite längst kein Problem mehr ist" sagt Christian Gruber.

Zwei Quereinsteiger im Autohandel

Der 36-Jährige ist eigentlich studierter Psychologe, Bruder David (33) ist Musikschulleiter in Berchtesgaden. Zusammen haben die beiden Dürrnberger ihre Passion für E-Mobilität zum Beruf gemacht: 2014 importierten sie erstmals einen elektrischen Renault Zoe, 2015 gründete David eine Einzelhandelsfirma, seit heuer gibt es nun die Marke G-Electric, unter der sie eigenimportierte Modelle aller verfügbaren Marken vertreiben sowie sich um Förderungen und Finanzierungen kümmern.

"Keine große Infrastruktur, nur Parkplätze mit Steckdosen und Zählern"

Mit ihrem Fokus rein auf E-Autos sind sie in Österreich größtenteils allein auf weiter Flur. Der mutige Schritt in die Nische kam aus Überzeugung: "Gerade beim Thema Elektromobilität und all den Gerüchten braucht es umfangreiche individuelle Beratung", erzählt Christian Gruber, der die Firma seit Juli 2018 hauptberuflich führt.

Die Vorbehalte gegen E-Autos kennt er gut (zu teuer, zu wenig Reichweite etc.), die Gegenargumente auch: "Die Akkus werden immer besser und es bräuchte auch keine große Lade-Infrastruktur, nur Parkplätze mit Steckdosen und Zählern." Und die höheren Anschaffungskosten kämen schnell wieder durch Ersparnisse bei Service, Versicherung und Reparatur herein, ganz zu schweigen von weitaus günstigeren "Spritkosten".

Der Umweltgedanke schließt nicht den Fahrspaß aus

Für die beiden selbst zählte aber immer etwas ganz anderes, sagt Christian Gruber: "Die Elektromobilität hat uns beide sofort fasziniert. Diese geräuschlose Beschleunigung, das Drehmoment und der Fahrspaß generell sind absolut einzigartig. Der Gedanke an eine saubere Umwelt steht nicht im Gegensatz zu Leidenschaft."

Aufgerufen am 30.11.2020 um 11:57 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/zwei-duerrnberger-brueder-jagen-den-elektro-rekord-61874665

Kuchler Kisterl gehen weg wie warme "Semmei"

Kuchler Kisterl gehen weg wie warme "Semmei"

Die örtliche Wirtschaft wird schwer gebeutelt, von der zweiwöchigen Quarantäne und dem neuerlichen Lockdown, den kleinen Produzenten fehlt der Weihnachtsmarkt, den Gastronomen das Alltagsgeschäft und die …

Kommentare

Schlagzeilen