Chronik

Zwei Katzen, 12.680 Nachkommen: Verein macht sich für Kastration stark

Seit dem 1. April gilt in ganz Österreich die Kastrationspflicht für alle Katzen mit Freigang. Aufklärung übernimmt der Tierschutzverein "Vier Pfoten".

Aus einem Katzenpärchen kann schnell eine Großfamilie werden - wenn der Besitzer seine Miezen nicht kastrieren lässt. Dies ist sogar österreichweit vorgeschrieben - seit dem 1. April 2016 auch für Katzen in bäuerlicher Haltung. Der Tierschutzverein "Vier Pfoten" klärt diesbezüglich mit einer Infotour durch ganz Österreich auf. Am Donnerstag machten sie auch am Salzburger Mirabellplatz halt, um die Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen.

Für Kampagnenleiterin Martina Pluda sei die Kastration nicht nur wichtig zur Eindämmung der Vermehrung, sondern verringere auch das Risiko von immer größer werdenden Streunerkatzen-Kolonien. Wie der Verein in einer Presseaussendung mitteilt, kann aus einem Katzenpaar nach fünf Jahren bis zu 12.680 Nachkommen entstehen.

Fangen kastrierte Katzen weniger Mäuse?

Pluda berichtet auch über etwaige Missverständnisse, die durch Fehlinformationen auftreten: "Es gibt weiterhin das Gerücht, dass kastrierte Katzen weniger Mäuse fangen - das stimmt nicht, ganz im Gegenteil." Andere Methoden, die Vermehrung von Hauskatzen zu stoppen, seien wenig erfolgversprechend.

Während in Wien seit 2013 bereits über 1400 Tiere versorgt wurden, bestehe in Salzburg derzeit wenig Aufholbedarf. "Salzburg macht derzeit keine Probleme, was dieses Gesetz angeht. Wir sind durch die Zusammenarbeit mit Tierschutzombudsleuten gut vernetzt", sagt Pluda.

Quelle: SN

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